Drei vor dem Wechsel

Noch vor dem für 2017 geplanten Facelift bekommt der Skoda Octavia den bekannten Dreizylinder. Neben weiteren Kleinigkeiten ist vor allem bemerkenswert, dass sich bei den Infotainmentsystemen nichts tut. Das deutet auf einen größeren Schritt im kommenden Jahr hin

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Skoda
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Weiterstadt, 19. Mai 2016 – Das große Update bekommt der Skoda Octavia erst im nächsten Frühjahr, doch in technischer Hinsicht gibt es ein paar Neuerungen schon jetzt. Dazu gehört vor allem der schon aus den anderen Modellen des Konzerns bekannte Dreizylinder mit 115 PS.

Die kleine Maschine mit 999 cm³ ersetzt den Vierzylinder mit 1,2 Litern Hubraum und 110 PS. Wichtiger als der kleine Leistungsanstieg ist der Zuwachs an Drehmoment: Statt 175 gibt es im Dreizylinder 200 Nm. Allerdings ist der elastische Bereich bedeutend kleiner: Bisher lag das Drehmoment-Maximum zwischen 1400 und 4000/min an, im Dreizylinder nur zwischen 2000 und 3500/min.

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Der Octavia Scout wird ab sofort auch mit dem 110-PS-Diesel angeboten.
(Bild: alle Skoda)

Wir haben diesen Motor schon in Golf, Leon und A3 ausprobiert: Er scheint für den Alltag überall ausreichend kräftig, ist allerdings nicht ganz so laufruhig wie sein Vorgänger. In der Praxis ist er bei unseren Ausfahrten dafür rund einen halben Liter sparsamer – angesichts dessen, dass schon der alte Motor kein Säufer war, ist dieser Fortschritt durchaus bemerkenswert. Im NEFZ verspricht Skoda Werte zwischen 4,4 (Schaltgetriebe) und 4,5, wir lagen in Leon und Golf etwa einen Liter darüber. In der aktuellen Preisliste wird der Kombi mit dem Dreizylinder ab 19.750 Euro geführt.

Gegen Aufpreis bietet Skoda das bekannte Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen und trockenen Kupplungen im Dreizylinder an. Mit dem neuen Modelljahr kann es erstmals auch für den Octavia mit Erdgas bestellt werden. Im Golf mit Erdgas gibt es diese Option schon länger.

Der Basismotor, ein 1,2 Liter Vierzylinder mit 86 PS, bleibt unverändert im Octavia-Programm. Er wird vermutlich erst im kommenden Jahr gegen den Dreizylinder mit 95 PS getauscht, der aktuell schon im Polo BlueMotion verkauft wird. Dann wird vermutlich auch der 1.4 TSI mit 150 PS durch die aktuelle Version mit 1,5 Litern Hubraum ersetzt. Neu im Angebot ist die Kombination aus Octavia Scout und dem 1.6 TDI mit 110 PS.

Bemerkenswert ist, dass Skoda anders als beim Superb, die Infotainmentsysteme unverändert lässt. Wir vermuten, dass man sich den Zwischenschritt mit den größeren Displays im Octavia spart und im kommenden Jahr mit dem überarbeiteten Golf gleichziehen wird. Der soll mit dem für die zweite Jahreshälfte geplanten Facelift mindestens ein Infotainmentsystem bekommen, das sich teilweise über Gesten steuern lässt. Vorerst bleibt es im Octavia des Modelljahres 2017 bei zwei Neuerungen. Ab sofort bekommt der Käufer eines der beiden Navigationssysteme ein "Autolebenlang" Kartenupdates kostenlos. Außerdem gibt es nun einen Tablethalter und die Möglichkeit, entsprechende Handys induktiv laden zu können. (mfz)