Abgas-Skandal: VW ruft weitere 1,1 Millionen Autos zurĂĽck
Die Rückrufe bei VW im Zuge der Abgas-Affäre gehen weiter: Nun sind 1,1 Millionen Autos dran, darunter die Modelle Golf, Passat, Tiguan und Caddy.
(Bild: dpa / Armin Weigel)
VW ruft im Zuge seiner Abgas-Affäre weitere Modelle zurück. Nachdem das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für Umrüstungspläne des Unternehmens in Form eines Software-Updates grünes Licht gegeben hat, sind nun weitere 1,1 Millionen Autos der Marken Volkswagen und Audi dran, teilt VW mit. Diese werden nun von der Betrugssoftware befreit, mit der Abgaswerte manipuliert wurden.
Golf, Passat, Tiguan und Caddy
Zunächst werden Käufer des Volkswagen-Modells Tiguan sowie des Caddy von Volkswagen Nutzfahrzeuge – alle mit 2,0l-TDI-Motoren des Typs EA 189 ausgestattet – informiert. Sie können danach individuelle Servicetermine vereinbaren. Außerdem habe das KBA Umrüstungspläne für mehrere betroffene 2,0-TDI-Motorvarianten der Baureihen Golf, Passat und Tiguan bestätigt.
Auch bei der Marke Audi sei der Rückrufprozess gestartet. Für Fahrzeuge der Modelle A4, A5, A6 sowie Q5 mit 2,0l-TDI-Motoren des Typs EA 189 lägen ebenfalls die Freigaben des KBA vor. Ebenfalls laufe beim Seat Exeo mit dem gleichen Motorentyp die Umrüstung.
Zweistufiges Verfahren
Alle betroffenen Halter seien mit einem ersten Schreiben benachrichtigt worden, dass ihr Fahrzeug vom RĂĽckruf betroffen ist, teilt VW mit. Sobald das KBA eine Freigabe erteilt, werden die Kunden in einem zweiten Brief gebeten, einen Termin mit einem Partnerbetrieb ihrer Wahl zu vereinbaren.
Das KBA habe für die zuletzt freigegebenen rund 1,1 Millionen Fahrzeuge bestätigt, dass sich nach dem Software-Update die Verbrauchswerte, Leistungsdaten und Geräuschemissionen nicht ändern.
Ursprünglich sollten bereits Ende Februar rund 160.000 Passat-Modelle die Werkstätten aufsuchen, aber das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) verweigerte VW die Freigabe. Danach ging der Diesel-Rückruf erst einmal schleppend voran.
Chronologie des Abgas-Skandals (78 Bilder)

(Bild: EPA
)
(anw)