Wieder Streiks bei Amazon
Die Gewerkschaft Verdi hat zu Streiks in Bad Hersfeld, Rheinberg und Werne aufgerufen. Seit der Nachtschicht am frühen Montagmorgen legen Beschäftigte ihre Arbeit nieder. Der Streik soll bis zur Spätschicht am Dienstag dauern.
(Bild: dpa, Uli Deck)
Mit Beginn der Nachtschicht am frühen Montagmorgen sind Beschäftigte am Amazon-Standort Bad Hersfeld in den Streik getreten. Der neuerliche Ausstand solle bis zum Ende der Spätschicht am Dienstag dauern, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Zur Frühschicht am Montagmorgen hätten sich rund 250 Mitarbeiter beteiligt, sagte eine Verdi-Sprecherin. Im Laufe des Tages werde mit bis zu 600 Teilnehmern gerechnet. Auch in Rheinberg und Werne hat Verdi zu Streiks im gleichen Zeitraum aufgerufen.
Anhaltender Streit
"Wir wollen, dass Amazon sich endlich mal mit uns an einen Tisch setzt", sagte Verdi-Sprecher Tim Schmidt am Montag. Bei den letzten Aktionen hätten sich in Rheinberg rund 500 Mitarbeiter beteiligt. Ein Amazon-Sprecher konnte zunächst nicht sagen, wie viele Beschäftigte sich an den Streiks in Rheinberg, Werne und Bad Hersfeld beteiligten. Erfahrungsgemäß seien es "nur sehr wenige", weshalb der Ausstand keine Auswirkungen auf das "Lieferversprechen" habe. Von den Streiks in Rheinberg wisse das Unternehmen noch nichts.
Verdi fordert in dem bereits seit Jahren andauernden Konflikt einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Amazon lehnt das ab. Der Versandriese orientiert sich an den niedrigeren Vorgaben der Logistikbranche, liegt dabei nach eigenen Angaben aber am oberen Ende der branchenüblichen Löhne. (kbe)