Werkzeug und Piloten am Limit beim Akkuschrauberrennen 2016

Kein Gefährt gleicht dem anderen – das Akkuschrauberrennen ist ein Konstruktionswettbewerb, gekrönt von spannenden Wettfahrten mit dramatischen Szenen. Wir waren live mit der Kamera dabei.

vorlesen Druckansicht 25 Kommentare lesen
Akkuschrauberrennen 2016
Lesezeit: 2 Min.

Am vergangenen Samstag, als längs durch Deutschland Rockfestivals wegen sintflutartigem Regen abgebrochen werden mussten, legte der Niederschlag genau dann eine sechsstündige Pause ein, als in Hildesheim das neunte Akkuschrauberrennen startete. Glück für die elf angetretenen studentischen Teams mit ihren Fahrzeugen aus dem 3D-Drucker: Die Rennen der Vor- und Endrunde konnten mit lediglich einer halben Stunde Verspätung und auf trockener Strecke starten. In den folgenden Stunden gab es auf der Piste spannende Duelle mit zum Teil überraschenden Positionswechseln während der einzelnen Läufe zu sehen; das Publikum erlebte Kollisionen mit der Bande – und einen handfesten Crash, bei dem der Renner des Hildesheimer Teams MoPET zerbrach. Mit Folie und Klebeband geflickt konnte er am Ende aber noch den zweiten Platz belegen.

Das Akkuschrauberrennen 2016 in Hildesheim (27 Bilder)

Die Fahrzeuge mit tragenden Teilen aus dem 3D-Drucker traten in der Vor- und Endrunde jeweils zu spannenden Duellen auf dem knapp 125 Meter langen Rundkurs an – hier der Wagen des Teams MoPET aus Hildesheim (vorne) vor dem Verfolger Team Toxic aus Coburg.
3D-Druck
3D-Druck

Der Sammelbegriff 3D-Druck steht heute fĂĽr ein ganzes BĂĽndel von Fertigungstechniken, die nach unterschiedlichen Prinzipien funktionieren und sich jeweils nur fĂĽr ganz bestimmte Materialien eignen. Ihr gemeinsamer Nenner: Alle Verfahren bauen dreidimensionale Objekte, indem sie Material in dĂĽnnen Schichten auftragen und verfestigen.

Gewonnen hat am Ende das Team Screwdriver von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel, das die insgesamt vier Runden und 500 Meter des Finalkurses in einer Minute und 22 Sekunden hinter sich brachte – inklusive des obligatorischen Boxenstopps zum Akkuwechsel. Den zweiten Platz belegte MoPET von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Hildesheim vor dem Team Tilt von der Köln International School of Design (KISD) an der TH Köln auf Rang drei.

Alle Teams tragen aber noch in zwei weiteren Konkurrenzen an: Zum einen bewertete die Fachjury aus den Betreuern aller Teams die technische und gestalterische Lösung bei der Konstruktion der Fahrzeuge. Hier gewann das Team Skypeway to Hell von der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch-Gmünd. Den zweiten Platz heimste das Projekt Mensch-Maschine von der HAWK Hildesheim ein, der dritte Rang entfiel auch hier auf Team Tilt aus Köln. Schließlich war auch noch das Publikum nach seinem Favoriten gefragt: Hier setzten sich die Lokalmatadoren von MoPET klar durch, vor dem Team Toxic von der Hochschule Coburg mit seinem Renner im Skorpion-Design und der Mensch-Maschine auf dem dritten Platz.

Einen ausfĂĽhrlichen Bericht ĂĽber das Akkuschrauberrennen 2016 in Hildesheim mit mehr Bildern der Fahrzeuge und Teams sowie einem Video gibt es bei make-magazin.de. (pek)