Stuttgart kurz vor Feinstaub-Grenzwert
Die Messstelle Stuttgart Neckartor hält immer noch landes- und bundesweit den Rekord beim Feinstaub. In diesem Jahr (Stand 7. Juni) wurde der EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft an 32 Tagen überschritten. Passiert es an mehr als 35 Tagen, wird dies an die EU gemeldet
Die Messstelle Stuttgart Neckartor hält immer noch landes- und bundesweit den Rekord beim Feinstaub. In diesem Jahr (Stand 7. Juni) wurde der EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft an 32 Tagen überschritten. Passiert es an mehr als 35 Tagen, wird dies an die EU gemeldet.
(Bild: ADAC)
Die EU hat bereits ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet. Das Land muss die Grenzwerte künftig einhalten, um einer Geldstrafe zu entgehen. Der Feinstaubalarm ist eine Maßnahme, um diese abzuwenden. Der 2005 eingeführte Grenzwert wurde am Neckartor noch nie eingehalten.
Eine Ballung von Überschreitungstagen gab es nach Auskunft der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW/Karlsruhe) im Januar und Februar 2016. Dass im Winter das Feinstaubproblem gravierender ist, hat zwei Gründe: Dann werden die sogenannten Komfortkamine benutzt, die zum Feinstaubaufkommen beitragen. Außerdem ist der Luftaustausch im Stuttgarter Kessel in der kalten Jahreszeit geringer.
(dpa) (fpi)