Tesla: US-Verkehrsbehörde fordert Infos zum "Autopilot"

Die US-Verkehrsbehörde NHTSA hat bei Tesla Informationen zum „Autopilot“ angefordert, das für einen tödlichen Crash verantwortlich ist. Unter anderem will sie eine Beschreibung des Systems, Daten zu Modifikationen, Testergebnisse und alle Beschwerden und Berichte zu Unfällen

vorlesen Druckansicht 2 Kommentare lesen
Tesla-Chef Elon Musk

(Bild: Tesla)

Lesezeit: 1 Min.

Tesla-Chef Elon Musk wehrt sich gegen die aktuellen VorwĂĽrfe. Der "Autopilot" basiere nicht auf einer unfertigen Software.

(Bild: Tesla)

Die US-Verkehrsbehörde NHTSA hat bei Tesla eine Vielzahl von Informationen zum Assistenzsystem „Autopilot“ angefordert, das für einen tödlichen Crash verantwortlich ist. Unter anderem will sie eine Beschreibung des Systems, Daten zu Modifikationen, Testergebnisse und alle Beschwerden und Berichte zu Unfällen. Ein Sprecher der Behörde erklärte dem Finanzdienst Bloomberg, es sei ein üblicher Schritt bei Ermittlungen und bedeute keine Vorentscheidung.

Tesla-Chef Elon Musk sagte unterdessen dem Wall Street Journal, das Unternehmen plane aktuell nicht, das „Autopilot“-System abzuschalten. Den Fahrern solle in einem Blogeintrag aber besser erklärt werden, wie es funktioniere und wie sie sich dabei verhalten sollten. Tesla habe das System so schnell wie möglich auf den Markt bringen wollen, „weil wir wussten, dass es unterm Strich Leben retten wird.“

Das „Autopilot“-System kann vor allem Spur, Tempo und Abstand zum vorderen Fahrzeug halten. Tesla argumentiert, dass es seine Autos nicht zu selbstfahrenden Autos mache. Viele Fahrer überließen ihm jedoch weitgehend die Kontrolle, wie in einigen Videos im Internet zu sehen ist. Bei dem tödlichen Unfall Anfang Mai 2016 fuhr ein Tesla mit eingeschaltetem „Autopilot“-System unter einen Lastwagen-Anhänger, der die Straße querte. Tesla zufolge hielt die Software die weiße Seite des Anhängers für ein hochhängendes Autobahnschild.

(dpa) (mfz)