Manhattan: Wall gegen den Klimawandel
Superstürme und der steigende Meeresspiegel könnten wichtige Teile New Yorks überfluten. Forscher suchen nach innovativen Lösungen.
New York ist vom Atlantik umgeben – und dürfte im Zusammenhang mit dem Klimawandel in den nächsten Jahrzehnten Probleme bekommen. Wissenschaftler und Architekten arbeiten nun an interessanten Lösungen, die Riesenmetropole gegen Überflutung durch Stürme und einen ansteigenden Meeresspiegel abzusichern, berichtet Technology Review in der Online-Ausgabe ("New York: Strategien gegen die Überflutung"). Die Aufgabe ist gigantisch, wenn es darum geht, die Stadt vor dem Schlimmsten zu bewahren.
Es gibt eine ganze Reihe möglicher Lösungen – einige davon klingen wie Science-Fiction. Das sogenannte Blue-Dunes-Konzept schlägt vor, eine 65 Kilometer lange Inselkette von New Jersey bis Long Island zu errichten, um die enormen Energiemengen von Monsterwellen aufzunehmen und die Gefahren durch neue Superstürme à la Sandy zu reduzieren.
Ein anderer Vorschlag kommt von einer dänischen Architekturfirma. Die Bjarke Ingels Group (BIG) kennt sich mit der Problematik tief liegender Baugelände schon aus Europa aus – schließlich liegen etwa große Teile der Niederlande unter der Meereshöhe. BIG möchte einen gigantischen Wall um Lower Manhattan ziehen, der im Endausbau von der 42. Straße im Osten bis zur 57. Straße im Westen reicht. Dafür sind allerdings, so aktuelle Berechnungen, mindestens drei Milliarden US-Dollar notwendig. BIG hat sich zunächst nur auf eine Jahrhundertflut eingerichtet – also Überschwemmungen, wie sie sonst nur einmal alle 100 Jahre auftreten, plus 0,76 Meter Notfallkontingent für die Erhöhung des Meeresspiegels.
Allerdings ist unklar, ob das dafür benötigte Geld in absehbarer Zeit zusammenkommt. Zudem kämen dann womöglich andere New Yorker Bezirke zu kurz, wenn das gesamte Budget vor allem in das teure Manhattan fließt, in dem einige der wertvollsten Immobilien der Erde liegen.
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(bsc)