Skepsis bei Börseneinführung von Vivendi Universal
Mit Skepsis haben die Aktionäre am Montag auf die Börseneinführung des neuen Mediengiganten Vivendi Universal reagiert.
Mit Skepsis haben die Aktionäre am Montag auf die Börseneinführung des neuen Mediengiganten Vivendi Universal reagiert. An der Börse Paris sank die Aktie des Konzerns, der aus der Fusion der kanadischen Getränke- und Unterhaltungsgruppe Seagram und dem französischen Vivendi-Konzern hervorgegangen war, um mehr als fünf Prozent. Erst am Abend erholte sich der Titel wieder und lag kurz vor Börsenschluss bei 74,35 Euro um 1,13 Prozentpunkte unter dem Eröffnungskurs.
Der weltweit zweitgrößte Medienkonzern rivalisiert im Bereich Medien und Kommunikation mit dem US-Riesen AOL/Time Warner, der, geht es nach AOL und Time Warner, gerade entsteht. Vivendi Universal ist vor allem im Bereich Musik, Film, Fernsehen, Telekom und Internet aktiv. Mit der Fusion soll nach früheren Angaben ein Konzern mit rund 65 Milliarden US-Dollar Umsatz (rund 74 Milliarden Euro) entstehen. Vivendi hält die Mehrheit an Canal+, dem größten europäischen Unternehmen im Bereich Pay-TV, dessen Aktie mit plus 11,1 Prozent (auf 3,00 Euro) einen wahren Höhenflug erlebte.
Canal+ wird künftig seine Einkünfte an die Muttergesellschaft überweisen, die ihr dafür im Gegenzug das Jahresbudget sichert. Die Aktie war aus dem Aktienindex CAC 40 und dem EuroStoxx 50 herausgefallen, weil durch den Transfer die meisten Aktiva in die neue Einheit wandern. Die Kapitalisierung sinkt dadurch von rund 18,3 Milliarden Euro auf 600 Millionen Euro. (dpa) / (jk)