Kohlendioxid-Konzentration erstmals über durchschnittlich 400 Parts per Million
Der Wert hat vor allem symbolische Bedeutung, doch 2015 erreichte die durchschnittliche Kohlendioxid-Konzentration erstmals 400 Parts per Million. Weniger dürfte es so bald nicht werden.
- Sascha Mattke
2015 als das Jahr der Verabschiedung des Pariser Klimaschutzabkommens war zugleich das Jahr, in dem die durchschnittliche Konzentration von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre den Wert von 400 Parts per Million erreicht hat. Dies geht aus dem Treibhausgas-Bulletin der World Meteorological Organization)$ (WMO) hervor, wie Technology Review online in „Kohlendioxid-Konzentration überschreitet wichtige Grenze“ berichtet.
Zum Teil lag dies laut der WMO an El Niño. Dieses Klimaphänomen habe die „Kapazität von 'Senken' wie Wäldern, Vegetation und Meeren zum Absorbieren von Kohlendioxid verringert“. Doch selbst wenn diese Senken später wieder mehr Kohlendioxid aufnehmen können, so warnt der WMO-Generalsekretär Petteri Taalas, werden die Emissionen verringert werden müssen. „Das E-Nino-Phänomen ist verschwunden. Der Klimawandel nicht“, erklärte er.
Der Wert von 400 Parts per Million hat vor allem symbolische Bedeutung: Die Kohlendioxid-Konzentration entscheidet nicht allein darüber, wie sehr die globalen Temperaturen ansteigen, was das Hauptproblem des Klimawandels darstellt. Doch Kohlendioxid spielt eine wichtige Rolle, und das Überschreiten der Grenze ist für Umweltschützer wie Politiker gleichermaßen bedeutsam. Tatsächlich sagt die WMO sogar voraus, die Kohlendioxid-Konzentration werde von nun an für „viele“ Generationen nicht mehr unter 400 Parts per Million sinken.
Mehr dazu bei Technology Review online:
(sma)