Abgas-Skandal: Staatsanwaltschaft sieht keine Abgasmanipulationen bei Opel
Die Ermittler in Frankfurt am Main haben bei Opel keine Hinweise auf Straftaten wie Betrug oder Verstöße gegen das Umweltstrafrecht gefunden.
Die Deutsche Umwelthilfe hat es unter anderem auf den SchadstoffausstoĂź von Diesel-Autos abgesehen, so wie hier in Stuttgart.
(Bild: duh.de)
Opel steht nicht mehr im Mittelpunkt von Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt im Zuge des von VW aufgerührten Abgas-Skandals. Der Hessische Rundfunk berichtet, die Ermittler hätten mehrere Monate lang Dokumente ausgewertet, unter anderem Akten des Abgas-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags. Daraus hätten sich keine Hinweise auf Straftaten wie Betrug oder Verstöße gegen das Umweltstrafrecht ergeben.
Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen nach einer Strafanzeige der Deutschen Umwelthilfe aufgenommen. Diese hatte Abgas-Emissionen an Opel-Fahrzeugen messen lassen, bei denen sich Auffälligkeiten ergeben haben sollen. Unter realen Fahrbedingungen sollen EU-Schadstoffgrenzwerte deutlich überschritten worden sein. Opel hatte beteuert, seine Software sei nie darauf ausgelegt gewesen, zu täuschen oder zu betrügen.
Vor gut zwei Wochen gab das französische Wirtschaftsministerium bekannt, dass auch die dortige Antibetrugsbehörde keine Hinweise gefunden hat, Opel könne Verbraucher über die Abgaswerte seiner Autos getäuscht haben. Die französische PSA-Gruppe (Peugeot, Citroën) will Opel und Vauxhall für 1,3 Milliarden Euro von General Motors übernehmen. (anw)