Statistik der Woche: Wo der Diesel stinkt

Das Stickstoffdioxid belastet weiter unsere Städte – und könnte aufgrund der Grenzwertüberschreitungen zu Fahrverboten führen. Wo die Lage besonders prekär ist, zeigt unsere Infografik.

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Von
  • Mathias Brandt

6000 vorzeitige Todesfälle in Deutschland sollen 2014 durch Stickstoffdioxid (NO2) bedingte Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht worden sein. Das geht aus einer bislang unveröffentlichten Studie des Umweltbundesamts hervor.

Statistik der Woche
Statistik der Woche

(Bild: 

shutterstock/3dmask

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In unserer wöchentlichen Rubrik präsentieren wir Zahlen, Kurven und Diagramme aus Technologie und Wissenschaft.

NO2 wird in Städten vor allem durch Diesel-Fahrzeuge verursacht. Bereits eine länger anhaltende NO2-Konzentration ab ehn Mikrogramm pro Kubikmeter Luft kann zu Erkrankungen und vorzeitigen Todesfällen führen.

Der erlaubte Jahresmittel-Grenzwert der EU liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

2017 wurde dieser Grenzwert an rund 46 Prozent der verkehrsnahen Messstationen in Deutschland überschritten. Besonders in Großstädten ist die Belastung hoch, wie die Infografik von Statista und Technology Review zeigt.

Die Messstation mit dem höchsten Stickstoffdioxid-Jahresmittelwert steht in München an der Landshuter Allee. Gleich dreimal in den Top 10 vertreten ist Stuttgart.

Ob sich die Lage in nächster Zukunft verbessern wird, hängt auch vom Bundesverwaltungsgericht ab. Dienstag wollen die Richter entscheiden, ob Fahrverbote rechtlich zulässig sind.

(bsc)