BMW: US-Klage nach angeblicher Abgas-Manipulation

Als mittlerweile sechstem Autohersteller droht nun auch BMW ein US-Rechtsstreit wegen angeblichen Abgas-Betrugs bei Dieselautos. US-Kunden beschuldigen den deutschen Hersteller – ähnlich wie Volkswagen – mit einer Software Emissionswerte manipuliert zu haben

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BMW 335d

(Bild: BMW)

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  • dpa

Unter anderem von den VorwĂĽrfen betroffen: Der erste BMW 335d.

(Bild: BMW)

Als mittlerweile sechstem Autohersteller droht nun auch BMW ein US-Rechtsstreit wegen angeblichen Abgas-Betrugs bei Dieselautos. US-Kunden beschuldigen den deutschen Hersteller – ähnlich wie Volkswagen – mit einer Software Emissionswerte manipuliert zu haben. Das geht aus der Klageschrift hervor, die am Dienstag (27. März 2018) bei einem Gericht im US-Bundesstaat New Jersey eingereicht wurde.

Hinter dem Verfahren steht die US-Kanzlei Hagens Berman, die bereits ähnliche Sammelklagen gegen Volkswagen, Fiat Chrysler, General Motors, Daimler und Ford eingereicht hat. Bislang hatte dies nur für Volkswagen teure Konsequenzen. „Wir äußern uns wegen des laufenden Verfahrens nicht“, teilte ein US-Sprecher von BMW auf Nachfrage in einem Statement mit. Man befasse sich derzeit gründlich mit der Klage, um zu verstehen, was BMW vorgeworfen werde. Prinzipiell gelte aber, dass BMW-Autos nicht manipuliert und mit allen legalen Vorschriften im Einklang seien.

Konkret geht es bei der US-Klage um „Zehntausende“ X5- und 335d-Modelle, die zwischen 2009 und 2013 unter „falschen Versprechen zur Umweltverträglichkeit“ verkauft worden sein sollen. Der Schadstoffausstoß überschreite die US-Grenzwerte um das bis zu 27-fache, heißt es in der Klage. Die Vorwürfe richten sich auch gegen den Zulieferer Bosch, der beim von Volkswagen ausgelösten Abgas-Skandal ins Visier der US-Justiz geraten war. (mfz)