Diesel-Rückruf: Daimler-Aktionär will klagen

Nach der Rückruf-Ankündigung für Hunderttausende Diesel-Fahrzeuge von Mercedes gerät auch Daimler ins Visier von Aktionären. Die Münchner Rechtsanwaltskanzlei Rotter hat nach eigenen Angaben Klage im Namen eines Privatanlegers vor dem Landgericht Stuttgart eingereicht

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Mercedes GLC

(Bild: Jessica Franz-von Ahn)

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  • dpa

Unter anderem von dem Rückruf betroffen: Mercedes GLC mit dem intern OM651 genannten Dieselmotor

(Bild: Jessica Franz-von Ahn)

Nach der Rückruf-Ankündigung für Hunderttausende Diesel-Fahrzeuge von Mercedes gerät auch Daimler ins Visier von Aktionären. Die Münchner Rechtsanwaltskanzlei Rotter hat nach eigenen Angaben Klage im Namen eines Privatanlegers vor dem Landgericht Stuttgart eingereicht. Der Kläger wirft Daimler andauernde Falschinformationen vor und fordert Schadenersatz.

Daimler habe seit Jahren behauptet, keine sogenannten illegalen Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung in seinen Autos verwendet zu haben, dies nach Ansicht des Kraftfahrt-Bundesamtes aber sehr wohl getan. Die Behörde will Daimler zwingen, mehr als 770 000 Autos zurückzurufen. Das Gericht konnte den Eingang der Klage noch nicht bestätigen.

Der Konzern wies den Vorwurf als unbegründet zurück und kündigte an, sich mit allen juristischen Mitteln zur Wehr zu setzen. Der Konzern bestreitet, dass die von den Behörden monierten Funktionen in der Abgasreinigung der Diesel-Fahrzeuge illegal sind, und hat Widerspruch gegen den Rückruf-Bescheid angekündigt. (mfz)