London: Test eines Verbots von Verbrennungsmotoren

Die Londoner City will in einem Testlauf ein Verbot für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren testen. In dem Pilotversuch soll zunächst der südliche Teil der Moor Lane für Fahrzeuge gesperrt werden, die nicht mit Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb ausgestattet sind

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  • dpa

Das Lonodo Taxi TX4 wird von einem Diesel angetrieben, der aktuell die Abgasnorm Euro 6 einhält. Für einige Bereiche Londons wird das bald nicht mehr reichen.

Die Londoner City will in einem Testlauf ein Verbot für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren testen. Das teilte die Verwaltung des Finanzdistrikts in der britischen Hauptstadt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch (22. August 2018) mit. In dem Pilotversuch soll zunächst der südliche Teil der Moor Lane, einer verhältnismäßig kleinen Straße, für Fahrzeuge gesperrt werden, die nicht mit Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb ausgestattet sind. Starten soll die Testphase im April 2019. Grund für den Versuch ist die hohe Abgasbelastung in den engen Straßenschluchten des historischen Londoner Stadtzentrums.

Das Verbot für Verbrennungsmotoren könnte später auf weitere Teile der Square Mile, wie die City auch genannte wird, ausgeweitet werden. Man werde die Ergebnisse des Pilotprojekts „sorgfältig prüfen und die Resultate verwenden, um künftige Vorschläge für andere Gebiete“ zu machen, hieß es in der Mitteilung.

Zeitgleich mit der Testphase für die Verbotszone wird in der Londoner Innenstadt auch eine neue Maut für ältere Fahrzeuge erhoben. Die Ultra Low Emission Zone ist deckungsgleich mit der für die Innenstadtmaut Congestion Charge muss aber zusätzlich entrichtet werden. Bis Oktober 2021 soll sie auf beinahe das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden. Wessen Fahrzeug den Vorgaben nicht entspricht, muss 12,50 Britische Pfund (knapp 14 Euro) Maut pro Tag bezahlen. Die Congestion Charge beträgt 11,50 Pfund. Für Dieselfahrzeuge fällt noch eine weitere Gebühr an. Vorbild dürfte Paris sein. Dort ist ein flächendeckender Bann für Autos mit Verbrennungsmotoren bereits für das Jahr 2030 anvisiert. (mfz)