Kraftlose Batterie häufigste Ursache für Autopannen
Schwache Batterien, defekte Motoren und gestörte Elektronik – auf diese drei Ursachen sind nach einem Bericht des Automobilclubs Europa (ACE) die meisten Fahrzeugpannen zurückzuführen
- Gernot Goppelt
Schwache Batterien, defekte Motoren und gestörte Elektronik – auf diese drei Ursachen sind nach einem Bericht des Automobilclubs Europa (ACE) die meisten Fahrzeugpannen zurückzuführen. Zusammengenommen mehr als jedes zweite Auto bleibe aus einem dieser Gründe liegen.
Wie der ACE Auto Club Europa bei Vorlage seiner „Hitliste Autopannen 2006“ am 2. Juli in Stuttgart berichtete, sei der Anteil kaputter Batterien zwischen 2005 (24,75 %) und 2006 erneut um mehr als drei Prozent auf rund 28 Prozent gestiegen. Dagegen sei die auf Motoren entfallende Fehlerquote um rund ein Prozent auf knapp 16,4 Prozent gesunken und die im Bereich Elektronik / Elektrik um 1,4 Prozent auf rund 11,6 Prozent.
Kraftlose Batterie häufigste Ursache für Autopannen (2 Bilder)

Wenn der Pannenhelfer kommt, ist laut ACE meist die Batterie schuld. (Bild: ACE)
Systemimmanente Energieersorgungslücke
Auch Fehler am Fahrwerk samt Räder und Reifen sowie Defekte in der Kraftstoffversorgung und am Anlasser sind demnach rückläufig, während Zündanlagen, Verriegelungen, Antriebe und Lichtmaschinen häufiger als ein Jahr zuvor (2005) Grund für Autopannen gewesen sind. Für den weiter erhöhten Anteil von Batteriefehlern macht der ACE eine systemimmanente „Energieversorgungslücke“ verantwortlich. Herkömmliche Batterien könnten den wachsenden Hunger der Stromfresser im Auto nicht mehr stillen, ohne selbst zunehmend schwach zu werden.
Elektronik stellt immer höhere Anforderung
Angesichts von immer mehr computergestützter Elektronik im Auto, etwa auf dem Gebiet von Fahrerassistenzsystemen, sieht der ACE bei Herstellern und Zulieferern wachsenden Aufwand in der Entwicklung und Erprobung, um unter anderem die so genannte elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) von Funktionsteilen im Fahrzeug zu gewährleisten. Der ACE habe im vergangenen Jahr mehr als 97000 Notrufe entgegen genommen. In derselben Größenordnung wurden Pannen behoben, abgeschleppt und sonstige Notdienste geleistet.
(ggo)