Brennstoffzellenfahrzeug Honda FCX fÀhrt erstmals in Europa

Die neueste Generation des Brennstoffzellenfahrzeugs Honda FCX feierte Ende Juni seine Premiere auf europĂ€ischen Straßen. Auf der schwedischen Rennstrecke „Gotland Ring“ stellte Honda das Konzeptfahrzeug vor

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Von
  • Gernot Goppelt

Die neueste Generation des Brennstoffzellenfahrzeugs Honda FCX feierte Ende Juni ihre Premiere auf europĂ€ischen Straßen. Auf der schwedischen Rennstrecke „Gotland Ring“ stellte Honda das Konzeptfahrzeug vor. Der FCX ist laut Honda die Grundlage fĂŒr ein Serienfahrzeug, das der Automobilhersteller zurzeit entwickelt. Bereits 2008 soll das neue Modell in begrenztem Umfang in Japan und den USA auf den Markt gebracht werden.

Hoher Wirkungsgrad
Die Brennstoffzelle ist im Prinzip ein Energiewandler, der aus Wasserstoff und Luft elektrische Energie und WĂ€rme erzeugt. Da es keine mechanischen Verluste gibt, sind hohe Wirkungsgrade erreichbar, ĂŒber 60 Prozent sind aus heutiger Sicht realistisch. Der FCX bietet nach Angaben von Honda einen Wirkungsgrad von 60 Prozent, eine Steigerung von zehn Prozent gegenĂŒber der letzten FCX-Generation. Moderne Dieselmotoren in Pkw erreichen Wirkungsgrade von etwa 45 Prozent, Ottomotoren rund 35 Prozent.

Brennstoffzellenfahrzeug Honda FCX fÀhrt erstmals in Europa (3 Bilder)

Bereits 2008 soll dem FCX ein Serien-Brennstoffzellenfahrzeug folgen. (Bild: Honda)

Vertikaler Brennstoffzellen-Stack
Beim Brennstoffzellenantrieb werden mehrere Brennstoffzellen seriell zu einem Stack (Stapel) zusammengeschaltet. Eine Besonderheit des FCX ist die Form dieses Brennstoffzellen-Stacks: In „herkömmlichen“ Brennstoffzellen fließen der Wasserstoff und schließlich das Endprodukt Wasser in horizontaler Richtung. Honda hat sich dagegen beim FCX fĂŒr einen vertikalen Aufbau entschieden, damit das Wasser leichter abfließen kann. Dies soll die Effizienz der Brennstoffzelle erhöhen, sie kann daher bei gleicher Leistung kleiner ausgelegt werden. GegenĂŒber der VorgĂ€ngergeneration sei die Brennstoffzelle 20 Prozent kleiner, 30 Prozent leichter und dennoch um 14 kW leistungsfĂ€higer. Die koaxiale Anordnung von Elektromotor und Getriebe ermöglichte zudem eine kompaktere Auslegung des Antriebs. Die gesamte Gewichtsersparnis beziffert Honda mit rund 180 kg bei 40 Prozent weniger Platzbedarf.

Wasserstoff unter Hochdruck
Den Wasserstoff fĂŒhrt der FCX in einem Tank unter etwa 350 bar Druck mit sich; die elektrische Energie speichert eine Lithium-Ionen-Batterie. Die maximale Antriebsleistung betrĂ€gt nun 95 kW (129 PS), das maximale Drehmoment 256 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h. GegenĂŒber seinem VorgĂ€nger soll der neue FCX eine um 30 Prozent verbesserte Reichweite bieten, er kommt nun 570 km weit. Dies sind praxisgerechte Werte, bleibt nur die kontrovers diskutierte Frage, wie Wasserstoff hergestellt, transportiert und sicher gespeichert werden kann. (ggo)