Betrug bei Opel: „Haftung liegt bei GM“
Opel reagiert auf die Betrugsermittlungen im Diesel-Skandal gelassen. Das Unternehmen sieht den Alteigentümer General Motors in der Haftung für etwaige Manipulationen an der Abgasreinigung. Die Verantwortlichkeit der Amerikaner sei im Verkaufsvertrag mit PSA vereinbart worden
(Bild: Pillau)
- dpa
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Opel reagiert auf die Betrugsermittlungen im Diesel-Skandal gelassen. Das im August 2017 vom französischen PSA-Konzern übernommene Unternehmen sieht den Alteigentümer General Motors in der Haftung für etwaige Manipulationen an der Abgasnachbehandlung. Die Verantwortlichkeit der Amerikaner für die unter ihrer Ägide entwickelten Fahrzeuge sei im Verkaufsvertrag vereinbart worden, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Zuerst hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Ausgabe vom 17. Oktober 2018) berichtet.
Opel bestreitet weiterhin, illegale Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung älterer Euro-6-Dieselmotoren eingebaut zu haben. Entsprechende Ermittlungen laufen nach einer Anzeige des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt, die am Montag Unternehmensräume durchsuchen ließ, um Beweise zu sichern.
Das Bundesverkehrsministerium hatte am selben Tag einen amtlichen Rückruf für europaweit rund 100.000 Autos der Typen Insignia, Cascada und Zafira angekündigt. Von den 31.200 an deutsche Kunden ausgelieferten Fahrzeugen sind laut Opel mehr als 22.000 bereits mit einem freiwilligen Software-Update versehen, sodass in Deutschland nur gut 9200 Wagen von dem Rückruf betroffen wären. (mfz)