Neuzulassungen August 2007
- Gernot Goppelt
2007 ist ein schlechtes Jahr für den Automobilmarkt, doch der August brachte wenigstens ein wenig Entspannung. Die Zahl der Neuzulassungen lag zwar unter dem Niveau des Vorjahres, das Minus in der Jahresbilanz verringerte sich nach acht Monaten jedoch auf nun -7,6 Prozent.
Weniger Diesel, mehr kleine Hersteller
Bei den 239.381 neu zugelassenen Pkw (-2,2 %) ging der Privatanteil im August auf 38,9 Prozent zurück. Auch der Dieselanteil (46,8 %) nahm wieder ab. Wie in den vergangenen Monaten machten im August die kleineren Hersteller die größeren Sprünge. Suzuki (+56,1 %), Lada (+27,3 %) und Smart (+24,6 %) weisen eine deutlich bessere Bilanz auf als im August 2006. Bei den Volumenherstellern konnten neben Mercedes (+9,7 %) und BMW (+10,5 %) auch Fiat (+13,1 %) und Seat (+14,1 %) ein kräftiges Plus verbuchen. VW konnte seinen Spitzenplatz mit weitem Abstand unangefochten verteidigen, musste aber mit -1,4 % leichte Verluste hinnehmen.
Neuzulassungen August 2007 (20 Bilder)

Suzuki SX4
Großen Zuspruch bekamen erneut die Geländewagen (+12,4 %), die damit ein Sonderfall in einem sonst eher vernunftorientierten Markt darstellen. Kleine Fahrzeuge sind ebenfalls weiter auf Wachstumskurs (Minis +7,1 %). Dagegen waren Modelle der oberen Mittelklasse (-10,5 %) und der Oberklasse (-24,0 %) weniger gefragt als vor einem Jahr. Auch die Vans erreichten nicht den Vorjahreswert (-15,0 %). Insgesamt ergibt sich das Bild, dass die Kunden weiterhin preisgünstige Fahrzeuge bevorzugen, wenn sie sich denn überhaupt zum Neukauf durchringen.
Zieht die IAA?
Die Verluste über das Jahr 2007 werden nicht mehr aufzuholen sein. Demografische Veränderungen lassen eher annehmen, dass die Zahlen der letzten Jahre auf Jahre hinaus nicht zu erreichen sind. Dennoch sieht es nach dem August besser aus als nach der ersten Jahreshälfte, vielleicht kann die IAA einen Beitrag dazu leisten, die Kauflust wieder etwas zu steigern, denn sparsame Autos standen dieses Jahr mehr im Vordergrund als jemals zuvor.
(ggo)