Verbände: Zu wenig Einsatz für nachhaltigen Verkehr
Die Bundesländer bemühen sich nach Ansicht von Verbänden nicht ausreichend um einen nachhaltigen Verkehr. „Die meisten Länder nehmen lediglich auf gesetzlich vorgeschriebene Pläne der Kommunen Bezug“, kritisierte Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene
(Bild: Pro Mobilität)
- dpa
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Die Bundesländer bemühen sich nach Ansicht von Verbänden noch nicht ausreichend um einen umweltfreundlichen und sicheren Verkehr. „Die meisten Länder nehmen lediglich auf gesetzlich vorgeschriebene Pläne der Kommunen Bezug“, kritisierte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, bei der Vorstellung des aktuellen „Bundesländerindex Mobilität und Umwelt“ am Mittwoch (7. November 2018) in Berlin.
Nach der Studie des Forschungsinstituts Quotas tut Baden-Württemberg am meisten für einen nachhaltigen Verkehr, dicht gefolgt von Thüringen und Rheinland-Pfalz. Schlusslichter sind Niedersachsen und Bayern. Deutschland könne nach Worten von Flege seine verkehrspolitischen Ziele nur mit Hilfe der Bundesländer erreichen. Auch der Vorsitzende der Umweltorganisation BUND, Hubert Weiger, betont, dass auf Länderebene keine ausreichenden Maßnahmen für eine Verkehrswende getroffen würden. Kritisch sehe der BUND vor allem die noch immer zu hohen Stickstoffdioxidwerte.
Die Untersuchung im Auftrag des BUND, der Allianz pro Schiene und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) bewertet fünf Faktoren: Verkehrssicherheit, Lärmminderung, Flächenverbrauch, Klimaschutz und Luftqualität. Zudem flossen auch verkehrspolitische Zielsetzungen in die Bewertung ein. (mfz)