Neuzulassungen September 2007
„Pkw-Inlandsmarkt mit sich fortsetzender Stabilisierungstendenz“, so liest sich beim Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) die Zulassungszahl von 266.000 Fahrzeugen im September
- Gernot Goppelt
„Pkw-Inlandsmarkt mit sich fortsetzender Stabilisierungstendenz“, so liest sich beim Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) die Zulassungszahl von 266.000 Fahrzeugen im September. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) nennt dagegen schlicht ein Minus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hauptgrund für das Minus ist aus Sicht des VDA die Mehrwertsteuererhöhung, die 2006 Jahr zum Jahresende vorgezogene Fahrzeugkäufe ausgelöst habe.
Leiden auf unterschiedlichem Niveau
Die Gesamtbilanz für das Jahr 2007 weist bisher gegenüber 2006 einen Rückstand von rund 200.000 verkauften Fahrzeugen aus, 2,34 Millionen Fahrzeuge wurden bis Ende September verkauft. Das entspricht 8 Prozent Verlust gegenüber 2006. Immerhin leiden die deutschen Hersteller nur mit minus 7 Prozent, die ausländischen Hersteller mit minus 9 Prozent, so der VDA. Etwas anders liest sich die Analyse des KBA: Gewinner der ersten drei Quartale unter den Deutschen ist nur Porsche mit plus 3,5 Prozent, Mercedes-Benz bleibt unverändert, und Ford und Opel müssen mit Rückgängen zwischen 13 und 15 Prozent leben.
Neuzulassungen September 2007 (19 Bilder)

Chevrolet Nubira: Ein Brot- und Butter-Mittelklasseauto mit stabilem Zuwachs - fehlt so etwas den europäischen Herstellern? (Bild: Chevrolet)
Auch im September sind die so genannten Besitzumschreibungen rückläufig, und zwar minus 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das heißt nichts anderes, als dass die Menschen ihre alten Autos weiterfahren und mit Neuanschaffungen zögern.
Export gegen den Trend
Gegen den „Deutschlandtrend“ läuft das Exportgeschäft für die deutschen Hersteller gut: Der Verkauf zog laut VDA im September um 9 Prozent gegenüber 2006 an, im Jahresverlauf waren es sogar 11 Prozent. Besonders auffällig sind die Gewinne in Russland, hier konnten die Deutschen 2007 fast doppelt so viele Autos verkaufen. Betrachtet man die Zukunftsmärkte wie Russland, China und Indien einerseits und die rückläufigen Zahlen hierzulande andererseits, könnte man sich fragen: Brauchen wir vielleicht günstigere Autos? Denn zwischen Luxus- und Billigautos scheint auch im Inland „Potenzial“ brachzuliegen.
(ggo)