TomTom verbessert Stauinformationen fürs Navi

Bisher verwenden viele Navigationsgeräte die Stauinformationen des Traffic Message Channel (TMC). Besonders schnell und umfassend ist dieses System allerdings nicht. TomTom setzt nun auf Mobilfunkdaten

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Amsterdam (Niederlande), 19. November 2007 – In den Niederlanden startet unter dem Namen High Definition Traffic (HD Traffic) ein neuartiger Verkehrsinformationsservice. Das von TomTom entwickelte System soll bessere Stauwarnungen als der bekannte Traffic Message Channel (TMC) liefern.

Die Technologie verwendet anonyme GSM-Signale von Mobiltelefonen, die durch eine Partnerschaft mit Vodafone zugänglich werden. Der Mobilfunkbetreiber kann Fahrzeuge orten, da er im Prinzip „weiß“, wie viele Handys sich an einer örtlichen Sende- und Empfangsstation angemeldet haben und wie schnell sie von einer Zelle in die nächste wechseln. Bewegen sich Handys zuerst schnell von Zelle zu Zelle, bleiben dann aber massenhaft irgendwo hängen, ist es möglich, dass ein Stau vorliegt.

TomTom verbessert Stauinformationen fürs Navi (3 Bilder)

Das One XL ist in den Niederlanden schon HD-Traffic-fähig

In Kombination mit Verkehrsinformationen aus herkömmlichen Quellen ergeben sich daraus die weltweit besten Verkehrsdaten, verspricht TomTom. Die Verkehrsdaten werden alle drei Minuten erneuert. So bekommen HD-Traffic-Anwender bis zu fünfmal so oft neue Stauinformationen als bislang. Dadurch sind sie besser über die Verkehrssituation auf ihrer Strecke informiert und erhalten so exaktere Reise- und Ankunftszeiten. Zusätzlich berücksichtigt HD Traffic wenigstens zehnmal so viele Straßen als bisherige Verkehrsinformationssysteme.

HD Traffic ist in den Niederlanden bereits in einem Navigationssystem verfügbar: dem TomTom One XL HD Traffic. Der Preis von 399 Euro schließt ein zwölfmonatiges Abo des HD-Traffic-Service ein. Danach kostet das Abo 9,95 Euro pro Monat inklusive der Kosten für die Datenübertragung. Eine Einführung in Deutschland wird angestrebt. (imp)