Genf: Mercedes zeigt Hybrid-Studie des SUV Vision GLK

Vor zwei Monaten hatte Mercedes-Benz den Mercedes Vision GLK in Detroit vorgestellt und nun folgt bereits die Hybrid-Studie des SUVs. Nach den vorliegenden Informationen dĂĽrfte ein Serieneinsatz der Dieselhybridtechnik nicht mehr fern sein

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Stuttgart 29. Februar 2008 – Erst vor zwei Monaten hatte Mercedes-Benz den Mercedes Vision GLK in Detroit vorgestellt und nun folgt bereits eine Hybrid-Studie. Auf dem Genfer Auto-Salon vom 6. bis 16. März 2008 feiert der Vision GLK Bluetec Hybrid Weltpremiere. Die Studie vereint die neue Bluetec-Vierzylinder-Dieselmotoren-Generation mit einem Hybridmodul.

Mercedes-Benz will mit der TrueBlueSolutions-Strategie die Einführung der weltweit sparsamsten und saubersten Fahrzeuge vorbereiten. Wie beim Vision GLK Bluetec Hybrid zählen hochmoderne Dieselmotoren mit Bluetec-Abgasreinigung, Hybridmodule und ein intelligentes Energie-Management zu den Kernstücken dieser neuen Antriebs-Generation. Die Systemleistung beträgt 165 kW (224 PS), das Drehmoment in Summe 560 Newtonmeter. Damit beschleunigt der Hybrid-GLK in 7,3 Sekunden von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 215 km/h. Laut Mercedes bescheidet sich der Dieselhybrid mit gerade einmal 5,9 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer; die CO2-Emissionen belaufen sich auf 157 Gramm pro Kilometer. Damit erfülle das Concept Car bereits jetzt die weltweit strengsten Abgasnormen wie die US-amerikanische BIN5 und die europäische EU6.

Genf: Mercedes zeigt Hybrid-Studie des SUV Vision GLK (8 Bilder)

Mercedes zeigt in Genf die Studie Vision GLK Bluetec Hybrid

Das kompakte Hybridmodul – ein scheibenförmiger Elektromotor zwischen CDI-Motor und Automatikgetriebe – soll sowohl die Umweltverträglichkeit als auch die Effektivität des Antriebs erhöhen. Der Elektromotor fungiert gleichzeitig als Lichtmaschine und Anlasser. In der verbrauchsintensiven Beschleunigungsphase unterstützt er den Verbrennungsmotor mit seinem Drehmoment von maximal 160 Newtonmeter und ermöglicht darüber hinaus eine Start-Stopp-Funktion. Bei der Verzögerung des Fahrzeugs drehen sich die Vorgänge um: Der Elektromotor wirkt nun als Generator und speichert die durch Rekuperation gewonnene elektrische Energie in einer kompakten Lithium-Ionen-Batterie. Interessantes Detail am Rande: Wenige Stunden nach Ankündigung des GLK-Hybrids meldete Mercedes, bereits ab 2009 Lithium-Ionen-Batterien in Serie bringen zu wollen.

Ein rein elektrisches Fahren, wie es Vollhybride ermöglichen, ist bei der GLK-Studie bisher nicht vorgesehen – und auch die Drehmomentangaben von Elektromotor und gesamtem Antrieb (160 / 560 Newtonmeter) deuten auf eine milde Auslegung des Hybrids hin. Zwar kündigt Daimler bisher keine Serienfertigung an, doch die folgende Formulierung ist schon hart an der Grenze dazu: „Der Vision GLK Bluetec Hybrid verdeutlicht die Möglichkeiten, wie in Zukunft herausragende Fahrleistungen mit minimalen Verbrauchswerten zusammen finden könnten. Und diese Kombination muss sich nicht nur auf die neue GLK-Klasse beschränken, die im Herbst 2008 auf den Markt kommen wird.“ (imp)