Rückkehr des Ferrari California
Jetzt steht es fest: Der neue Ferrari wird nicht etwa „Dino“ heißen, wie lange vermutet wurde, sondern ganz unitalienisch „California“. 14 Exemplare davon gab es schon einmal – in den 60er-Jahren
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Maranello (Italien), 13. Mai 2008 – Nein, der neue Ferrari wird nicht „Dino“ heißen, wie lange vermutet wurde, sondern ganz unitalienisch „California“. Und das ist noch nicht einmal neu: Bereits 1966/67 gab es ein Ferrari 365 California Cabriolet, von dem aber nur 14 Fahrzeuge gebaut wurden. Damals wie heute stammt die Linienführung aus der Feder von Pininfarina. Das 2+2-sitzige Cabrio mit Metallklappdach hat äußerlich viel vom 612 Scaglietti, sein Heck ist ein wenig an den F430 angelehnt, die versetzt übereinander angeordneten Doppelendrohre erinnern stark an den Lexus IS-F.
460 PS aus acht Zylindern
Unter der Haube des California arbeitet ein neuer Front-Mittelmotor. Der V8 mit Direkteinspritzung leistet 460 PS und soll den Wagen in unter vier Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. 310 Gramm Kohlendioxid entweichen dabei nach Ferrari-Informationen pro Kilometer den Doppelendrohren. Nach der Formel „CO2-Ausstoß geteilt durch 23,7“ ergibt das einen Normverbrauch von rund 13,1 Liter – nun ja, als Spar-Gefährt wird er nicht dienen müssen. Geschaltet wird über ein in Transaxle-Bauweise angeflanschtes Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen. Um die Traktion kümmert sich dabei das schon aus dem 599 GTB bekannte F1-Trac-System. Und auf eine Besonderheit können sich potenzielle Kunden jetzt schon freuen: Die in den meisten Sportwagen nur gegen horrende Aufpreise verfügbaren Karbon-Keramik-Bremsen sind beim California Serie – Hersteller ist Brembo.
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Von Pininfarina gezeichnet: Der neue Ferrari California
Italiener in Paris
Der neue Spross ist bisher nur in geöffnetem Zustand abgelichtet worden. Ferrari spricht von feinsten Materialien und höchstem Komfort sowie einer vielfältigen Nutzbarkeit des Innenraums – schließlich will der sportliche Tourist so einiges mit auf die Reise nehmen. Das Gerücht vom „most achievable Ferrari ever“, dass der kleine Ferrari also für unter 100.000 Euro zu haben sein wird, dürfte übrigens kaum zu halten sein – ein Wert deutlich über der 150.000-Euro-Marke erscheint realistischer. Aber man darf ja mal träumen, zum Beispiel auf dem Pariser Autosalon vom 4. bis 19. Oktober 2008, wo der California vorgestellt wird. (imp)