Legal frisiert: VW Crafter zum Friseursalon umgebaut
Hinter dem Namen "Barbus" verbirgt sich in der englischen Stadt Banbury nicht etwa eine Kneipe auf vier Rädern. Der Barbus ist vielmehr ein mobiler Friseursalon - untergebracht in einem umgebauten VW Crafter
- mn
Banbury (Großbritannien), 15. September 2008 – „Ich geh' jetzt mal zum Barbus!“ Wenn Männer sich im englischen Banbury mit diesem Satz von zu Hause verabschieden, gibt es keinen Grund für die Ehefrauen, besorgt zu sein. Der Gatte sucht dann nämlich nicht ein mobile Kneipe auf, um sich das ein oder andere Pint zu genehmigen, sondern er geht zum Friseur. Der Barbus ist ein mobiler Friseursalon – untergebracht in einem umgebauten VW Crafter.
Aufwendiger Umbau nötig
Basisfahrzeug ist ein Crafter Kombi in Langversion mit Hochdach. „Wir wollten ein Fahrzeug, das groß genug für unsere Zwecke ist und gleichzeitig so modern, dass es zum Image unseres Geschäfts passt“, erklärt Stella O'Neill, Geschäftsführerin von Barbus Service UK Limited. Der Innenraum des Transporters wurde komplett umgestaltet und zeigt sich nun wie ein moderner Salon in Weiß, Schwarz und Chrome. Es gibt zwei Ledersessel, Spiegel, Steckdosen, Haartrockner sowie eine kleine Kabine mit Toilette und Garderobe.
Legal frisiert: VW Crafter zum Friseursalon umgebaut (3 Bilder)

Bis auf die Werbeschrift von auĂźen relativ unscheinbar: Der VW Crafter als "Barbus".
Vier Wochen Umbauzeit
Der Umbau dauerte insgesamt vier Wochen. In dieser Zeit wurden die Wände isoliert und neu verkleidet. In den Laderaum kam eine neue Decke aus feuerfestem Kunststoff. Dazu wurde ein Fußboden aus schwarzem Gummi verlegt. Ein Zusatzgenerator versorgt die Heizung und die Klimaanlage mit Strom. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 2,5-Liter-Diesel mit 136 PS und Halbautomatikgetriebe.
Der Friseur kommt zum Kunden
„Barbus“ setzt sich aus der englischen Bezeichnung für Friseur (barber) und dem Wort Bus zusammen. Das Konzept hinter dem fahrenden Friseursalon: Eine traditionelle Dienstleistung wird an die Kundenbedürfnisse des 21. Jahrhunderts angepasst. Viele Leute haben laut O'Neill nicht mehr die Zeit, lange Wege zum Friseur auf sich zu nehmen. Also kommt der Friseur zum Kunden. Der Barbus fährt in regelmäßigen Touren die südenglische Stadt Banbury samt Umgebung ab.
GĂĽnstiger als die Kneipe
Ehefrauen können sich übrigens doppelt freuen, wenn ihre Männer frisch frisiert aus dem Barbus zurückkommen. Denn die Kosten dafür dürften in der Regel günstiger ausfallen als bei einem typisch englischen Kneipenbesuch: Die Preise bewegen sich umgerechnet zwischen 7,50 und 20 Euro. Aber natürlich werden nicht nur Männer im Barbus bedient, sondern auch Damen und Kinder. (imp)