Mulitfuel: Volvo ergänzt FlexiFuel um LPG-Betrieb
Volvo bietet ab sofort drei Modelle an, die zu MultiFuel-Fahrzeugen aufgerüstet werden können. Die FlexiFuel-Modelle Volvo C30 1.8F, V50 1.8F und V70 2.0F können mit einer zusätzlichen Gasanlage versehen werden
- os
Köln, 2. Dezember 2008 – Volvo bietet ab sofort auf dem deutschen Markt drei Modelle an, die zu MultiFuel-Fahrzeugen aufgerüstet werden können. Die FlexiFuel-Modelle Volvo C30 1.8F, V50 1.8F und V70 2.0F können in Kooperation mit dem Gasanlagenhersteller Teleflex GFI mit einer zusätzlichen Gasanlage versehen und damit wahlweise mit Benzin, Bio-Ethanol oder Flüssiggas betrieben werden. Im Frühjahr 2009 sollen die Modelle S40 1.8F und V70 2.5FT hinzukommen.
Umbau dauert etwa einen Tag
Außer einem separaten Gastank erhalten die Fahrzeuge bei der Umrüstung ein „patentiertes, sequentielles Einspritzsystem“. Der Einbau dauert etwa einen Tag, der zusätzliche Gastank wird dabei platzsparend in der Reserverad-Mulde untergebracht. Auf alle Bauteile der Gasanlage wird eine Garantie über zwei Jahre oder 100.000 Kilometer gegeben, der Preisrahmen für den Umbau bewegt sich je nach Modell zwischen 2500 und 2900 Euro. Die Umrüstung der FlexiFuel-Modelle ist auch für Gebrauchtfahrzeuge seit Markteinführung verfügbar.
Mulitfuel: Volvo ergänzt FlexiFuel um LPG-Betrieb (5 Bilder)

Künftig wird es den Volvo V50 und zwei weitere Modelle mit der MultiFuel-Technologie geben.
Mehrkosten rechnen sich nach einem Jahr
Bei „entsprechender Laufzeit“ amortisieren sich die Kosten des Umbaus laut Volvo schon nach einem Jahr, da LPG der derzeit günstigste Kraftstoff sei. Dabei sollte allerdings bedacht werden, dass bereits die FlexiFuel-Modelle mehr als die reinen Benziner kosten – im Beispiel V50 zum Beispiel 25.320 statt 24.920 Euro für das Grundmodell. Thomas Viehweg, Geschäftsführer von Volvo Deutschland über die neue Technik: „Wir bewegen uns deutlich in Richtung Multi-Energie-Gesellschaft. Kein erneuerbarer Kraftstoff kann allein die fossilen Kraftstoffe von heute ersetzen. So werden in Zukunft immer häufiger verschiedene technische Lösungen nebeneinander existieren, um den Anforderungen einer nachhaltigen Mobilität gerecht werden zu können.“
Volvo hatte bereits 2006 auf dem Michelin Challenge Bibendum einen MultiFuel-Prototyp vorgestellt. Er konnte konnte wahlweise mit Hythan, Biomethan, Erdgas, Bio-Ethanol oder Benzin betrieben werden. Die Idee hinter dem MultiFuel-Konzept: Da in jedem Land die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe unterschiedlich stark ausgebaut ist, soll der Fahrer je nach regionalem Angebot tanken können. (imp)