Mazda reduziert Edelmetall-Anteil im Katalysator

Eine Einsparung von 70 Prozent der Edelmetallmenge vermelden die Japaner durch den Einsatz von Nanotechnologie im Kat. Die Technik soll ab dem Frühjahr 2009 zunächst im neuen Mazda 3 mit 2,0-Liter-Benziner eingesetzt werden

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Leverkusen, 12. Januar 2009 – Die Edelmetalle Platin, Rhodium und Palladium sind ebenso wichtige wie wertvolle Bestandteile moderner Dreiwege-Katalysatoren für Ottomotoren. Eine Einsparung von 70 Prozent der Materialmenge vermeldet Mazda durch den Einsatz von Nanotechnologie im Kat. Die Technik soll ab Frühjahr 2009 zunächst im neuen Mazda 3 mit 2,0-Liter-Benzinmotor und danach schrittweise in weiteren Modellen eingesetzt werden.

In konventionellen Katalysatoren sind die Edelmetalle relativ locker an das Basismaterial gebunden. Dies führt unter Wärmeeinwirkung unweigerlich zu einer Verschmelzung der Edelmetalle zu größeren Klumpen. Die katalytisch wirksame Oberfläche wird dadurch verringert, die Katalysatorleistung nimmt ab. Um trotzdem eine ausreichende Wirkung zu erzielen, wird bei konventionellen Kats einfach mehr Edelmetall verwendet. Intelligenter geht es mit Nanotechnologie. Mazda entwickelte eine neue Trägermaterialstruktur und bringt darauf sehr kleine Edelmetall-Partikel auf: Sie besitzen einen Durchmesser von weniger als fünf Nanometer. So werden lediglich 0,15 statt 0,55 Gramm Edelmetall pro Liter Trägermaterial benötigt.

Mazda reduziert Edelmetall-Anteil im Katalysator (3 Bilder)

Im neuen Mazda 3 wird im FrĂĽhjahr ein neuartiger Katalysator debĂĽtieren.

Dennoch soll die Konvertierungsrate über die gesamte Lebensdauer selbst unter schärfsten Betriebsbedingungen im vollen Umfang erhalten bleiben, verspricht der Hersteller. Selbst die Bedingungen für "Super Ultra-Low Emission Vehicles" (SU-LEV) in Japan werden damit vom Mazda 3 2.0 unterboten. Die Emissionen liegen sogar um 75 Prozent unter den vom Gesetzgeber verlangten Werten, so Mazda. (imp)