Mazda RX-8 mit neuem Gesicht
Fans des Wankelmotors kommen zumindest in Deutschland nicht am Mazda RX-8 vorbei. Nun erhält der Sportler mit dem exotischen Antrieb nach knapp fünf Jahren ein dezentes Facelift
- rhi
Detroit (USA), 13. Januar 2008 – Oft totgesagt, ist er noch immer am Leben – der Wankelmotor, benannt nach seinen Erfinder Felix Wankel, der vor genau 20 Jahren starb. Dass der Wankelmotor bisher nicht in der Versenkung verschwunden ist, haben wir vor allem Mazda zu verdanken. Bereits seit den 1960er-Jahren hegt und pflegt man in Hiroshima dieses Motorkonzept, das andere Hersteller unter anderem wegen der schwierigen Abdichtung zwischen Kolben und Seitenwand aufgegeben haben. In Deutschland ist der RX-8 das einzige Serienfahrzeug mit dem ungewöhnlichen Motor. Knapp fünf Jahre nach der Einführung wird das Auto nun überarbeitet.
Leichte Änderungen an Front und Heck
Da die Grundform des RX-8 mit seinen gegenläufig öffnenden Türen immer noch aktuell wirkt, hat sich Mazda darauf beschränkt, an der Front- und Heckpartie leichte Retuschen vorzunehmen. So wurden die Stoßfänger vorne wie hinten verändert, zudem sorgen flachere Scheinwerfer und ein veränderter Kühllufteinlass für eine sportlichere Optik. Die Heckleuchten haben transparente Deckgläser in Verbindung mit je zwei markanten runden Lampen. Der Durchmesser der Endschalldämpfer wurde auf 90 Millimeter vergrößert, neue Leichtmetallfelgen runden das Erscheinungsbild ab.
Mazda RX-8 mit neuem Gesicht (23 Bilder)

Mit einem dezenten Facelift versehen, steht der Mazda RX-8 in Detroit
Dezent überarbeiteter Innenraum
Im Inneren des RX-8 wurde die Mittelkonsole umgestaltet, die Bedienelemente der Audio-Anlage, die Lüftungsdüsen und das Display liegen nun etwas höher als vorher. Wie bei einigen BMW-Modellen verfügt nun auch der Drehzahlmesser des Mazda über einen variablen roten Bereich, der abhängig ist von der Motortemperatur. Neu gestaltete Sitze sollen speziell den hinteren Passagieren mehr Beinfreiheit ermöglichen.
Änderungen am Fahrwerk
Das Hauptaugenmerk legten die Mazda-Ingenieure auf die Erhöhung der Karosseriesteifigkeit. Durch die fehlende B-Säule müssen hier besondere Maßnahmen getroffen werden. So besitzt das überarbeitete Modell nun eine Domstrebe, die für mehr Steifigkeit des Vorderwagens sorgen soll. An der Geometrie der Hinterradaufhängung und der Steifigkeit der Antriebswelle wurden Veränderungen vorgenommen, um Geräusche und Vibrationen zu verringern.