Ă–l-Heizer: Audi R8 V12 TDI in Detroit
Audis Diesel-Rennwagen R10 ist jetzt schon eine „lebende“ Legende, das müsste doch auch in einem Serienfahrzeug gehen. Ausgerechnet im dieselskeptischen Amerika stellen die Ingolstädter nun den R8 als Diesel-Studie vor
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Detroit (USA), 14. Januar 2008 – Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass ein Diesel-Sportwagen die 24 Stunden von Le Mans gewinnen würde. Audis R10 hat es geschafft und ist jetzt schon eine „lebende“ Legende. Nun haben die Ingolstädter die Dieseltechnik in einen seriennahen R8 verpflanzt und in Detroit vorgestellt. 500 PS, 1000 Newtonmeter und Euro 6 – ist das der Vorbote einer Serienversion?
Seriennahe Studie
Die auf der North American International Auto Show NAIAS (19. bis 27. Januar 2008 in Detroit) vorgestellte Studie des Zwölfzylinder-Diesel-R8 hat nicht nur einen außergewöhnlichen Antrieb. Schon in Sachen Design unterscheidet sich der kraftvolle Selbstzünder-Wagen von seinen Serien-Kollegen. Die ohnehin schon großen Luftöffnungen sind nun noch voluminöser und die Abdeckungen dieser Schächte erfolgt mit dem gleichen rautenförmigen Gitter, das schon bei den RS-Modellen zum Einsatz kommt. Das die Seitenansicht des R8 dominierende Sideblade wurde im unteren Drittel deutlich erweitert und im Dach sitzen zwei große Glasfenster. Außerdem haben die Ingenieure eine aus dem Rennsport bekannte so genannte Naca-Düse in den mittleren Dachbereich integriert, um die Ansaugluft für den Motor zu beschleunigen. Der Motor selbst sitzt wie die Passagiere unter Glas und wird des Nachts durch weiße Leuchtdioden angestrahlt – was ein wenig an die beleuchteten Innenräume der guten alten Modding-PCs erinnert.
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Die umlaufende Aluminium-Kante (unten) ist ein Zeichen des Audi R8 V12 TDI
Leicht und steif
Die Rohkarosserie der R8-Studie wiegt gerade mal 210 Kilogramm. In einen tragenden Aluminium-Rahmen werden Aluminiumbleche gepresst, die ebenfalls eine tragende Funktion übernehmen. Aber nicht nur leicht und steif soll die Karosserie sein, sie ist auch für den Abtrieb zuständig. So wurde der ausfahrbare Heckspoiler gegenüber dem Serienmodell deutlich vergrößert und der Unterboden ist jetzt so verkleidet, dass er als Diffusor wirkt.