Neuzulassungen im Dezember 2008
Für Automobilhersteller und -käufer war 2008 ein Jahr der Höhen und Tiefen. Zunächst lieg es trotz hoher Spritpreise gut, doch die letzten vier Monate brachten einen regelrechten Einbruch
- Gernot Goppelt
Flensburg, 11. Januar 2008 – Für Automobilhersteller und -käufer war 2008 ein Jahr der Höhen und Tiefen. Bis August gab es mehr Neuzulassungen als im Jahr zuvor, obwohl die Autofahrer durch extrem hohe Kraftstoffpreise arg gebeutelt wurden. Im September sahen die Zahlen über das Jahr betrachtet immer noch recht gut aus, doch Meldungen mehrerer Autobauer, die Produktion drosseln zu wollen, ließen den folgenden Absturz bereits erwarten – trotz fast zeitgleich fallender Spritpreise. Die Zulassungszahlen in den letzten vier Monaten des Jahres waren im Vergleich zu den Vorjahren allesamt rückläufig, am Ende stand ein Gesamtergebnis von 3,09 Millionen Neuzulassungen, 1,8 Prozent weniger als 2007. Die Industrie stellt sich ganz offiziell darauf ein, dass mit einer schnellen Erholung im neuen Jahr nicht zu rechnen ist. Schon Anfang Dezember teilte der VDA mit, dass er für 2009 nur mit etwa 2,9 Millionen Neuzulassungen rechne.
VW an der Spitze
Die deutschen Hersteller decken nach der Zulassungsstatistik des Kraftfahrbundesamts 64,9 Prozent des Markts ab. In absoluten Zahlen mussten die meisten von ihnen allerdings zum Teil kräftige Rückgänge hinnehmen, so etwa Opel (-9,5 %) und Porsche (-8,2 %). Zu den Gewinnern zählen Smart mit + 5,7 % und vor allem VW: Die Wolfsburger konnten ihren Absatz zwar nur um 1,1 % steigern, fuhren aber mit 615.229 verkauften Fahrzeugen das mit Abstand stärkste Ergebnis des Markts ein, weit dahinter folgt Mercedes-Benz mit 327.965 Zulassungen und einer Steigerung von 1,0 %. Prozentual größter Verlierer unter den Großserienherstellern war Toyota mit einem Rückgang um 27 %. Auf der anderen Seite konnte Fiat seinen Absatz um 19,4 Prozent steigern, beides Ergebnisse, mit denen nicht unbedingt zu rechnen war.
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