Augen zu und nichts passiert
Die Japaner haben eine Weiterentwicklung seines Pre-Crash-Safety-Systems (PCS) mit Gesichtsfelderkennung vorgestellt, das Autofahrer vor Müdigkeit oder Unaufmerksamkeit warnt und das Fahrzeug nötigenfalls abbremst
- mn
Tokio (Japan), 30. Januar 2008 – Fahrfehler stellen aktuellen Studien zufolge immer noch die häufigste Ursache bei Autounfällen dar. Deshalb arbeiten die Autohersteller mit Nachdruck an Systemen, die den Fahrer bei Müdigkeit oder Unaufmerksamkeit warnen und das Fahrzeug gegebenenfalls abbremsen können. Toyota hat jetzt dazu in Tokio eine Weiterentwicklung seines Pre-Crash-Safety-Systems (PCS) mit Gesichtsfelderkennung vorgestellt.
Augen: Offen oder geschlossen?
Die überarbeitete Version von PCS kann jetzt erkennen, ob die Augen des Fahrers offen oder geschlossen sind. In Verbindung mit der bislang verwendeten Technologie, die bereits im Lexus LS zum Einsatz kommt, kann der neue Pre-Crash-Sensor auch die Blickrichtung des Fahrers erfassen. Erkennt das PCS ein Hindernis auf der Fahrbahn und stellt zudem fest, dass der Fahrer keine Reaktion zeigt, weil er vielleicht abgelenkt ist oder sogar schläft, erfolgt eine akustische und optische Warnung. Bleibt die Verkehrslage kritisch, wird die Warnung im nächsten Schritt durch einen leichten Bremseingriff intensiviert. Gleichzeitig schärft das PCS den Bremsassistenten. Scheint der Zusammenstoß unvermeidlich, bremst das System automatisch und die übrigen Sicherheitssysteme wie beispielsweise Gurtstraffer werden aktiviert.
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