Cadillac zeigt die Studie Converj

Der Converj zeigt, wie ein Range Extender von Cadillac aussehen könnte. Ob ein langstreckentaugliches Coupé die ideale Basis für einen seriellen Hybrid ist, wird sich freilich zeigen müssen

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Von
  • Gernot Goppelt
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Detroit (USA), 13. Januar 2009 – Eines muss man GM lassen: Mit der Vorstellung des Volt war das amerikanische Unternehmen der erste Autobauer, der das Potenzial serieller Hybride im großen Stil öffentlichkeitswirksam zu verkaufen wusste. Bis dahin galt diese Technik unter vielen Fachleuten eher als problematisch, weil durch die mehrfache Energieumwandlung aus ihrer Sicht mehr Energie verloren geht als etwa bei einem Parallelhybrid. Insofern ist der Begriff „Range Extender“ durchaus passend, der sich mittlerweile auch in Fachkreisen weitgehend etabliert hat: Denn es geht nicht darum, den Verbrennungsmotor ständig zu betreiben, er soll eben nur aushelfen, wenn die Batterie leer ist.

Die Idee besteht also eigentlich in einem Elektrofahrzeug mit „Verbrenner“ als Reichweitenverlängerer. Dass ausgerechnet GM diese Technik pusht, mag mit amerikanischen Verhältnissen zusammenhängen – dem Autokäufer irgendwo in Phoenix, Arizona ist eben nicht gut zu verkaufen, dass er mit einem Elektroauto vielleicht nur 60 oder 70 km weit kommt. Serienfahrzeuge mit dieser Technik kann GM freilich noch nicht anbieten. In Detroit wirbt das Unternehmen dafür mit einem weiteren Range Extender mit Volt-Technik, der Studie Cadillac Converj, die wirklich so geschrieben wird. Es spricht sich wie das Verb „converge“ (zusammenströmen, konvergieren) – und soll vielleicht darauf hinweisen, wie GM alte und neue Werte zusammenbringen will.

Cadillac zeigt die Studie Converj (14 Bilder)

Cadillac präsentiert in Detroit die Elektrostudie Converj.

Bei dem 4,62 Meter langen Converj handelt es sich um ein 2+2-sitziges Coupé. Beim Design fällt vor allem der kuppelförmige Dachaufbau ins Auge, dessen A-Säule weit vorne positioniert ist. Diverse Karosseriedetails sollen helfen, den Verbrauch zu senken. Hierzu zählen ein Glasdach mit Solarzellen, ein vollständig verkleideter Unterboden und Kameras anstelle konventioneller Außenspiegel. Im Innenraum kommt LED-Technik beim frei konfigurierbaren Cockpit zum Einsatz, Displays zeigen den Ladestand der Batterie und die Leistungsabgabe an.