Volks-Van aus Kanada

Mit dem in Kanada gefertigten Siebensitzer will VW den Geschmack der US-Autofahrer treffen. Mit dem Chrysler Town & Country teilt sich der Routan Motoren und Karosserie, dafür will der Volkswagen mit höherwertigen Materialien punkten

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Von
  • rhi
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Chicago (USA), 7. Februar 2008 – Mit dem Routan, den VW auf der Chicago Auto Show (8. - 17. Februar) vorstellt, will die Konzerntochter Volkswagen of America Marktanteile in den USA und Kanada hinzugewinnen. Der Routan präsentiert sich Van mit Platz für sieben Passagiere, dessen Ausstattung auf die Ansprüche nordamerikanischer Käufer zugeschnitten ist.

Laut Volkswagen soll das neue Fahrzeug „europäische Ansprüche“ in Sachen Design, Verarbeitung und Fahrverhalten mit einer für den US-Markt zugeschnittenen Ausstattung und Modellpalette verbinden. Die Frontpartie mit verchromtem Kühlergrill und prägnanten Scheinwerfern orientiert sich an bekannten Modellen wie Touran und Passat. Aufmerksame Beobachter werden allerdings feststellen, dass der Fahrzeugkörper in weiten Teilen mit dem neuen Chrysler Grand Voyager, der in den Vereinigten Staaten als Chrysler Town & Country angeboten wird, übereinstimmt. In der Tat ist der Routan eine Gemeinschaftsentwicklung mit Chrysler LLC und wird gemeinsam mit dem Grand Voyager und dessen Dodge-Schwestermodell Grand Caravan im kanadischen Windsor gebaut.

Volks-Van aus Kanada (12 Bilder)

VW zeigt auf der Chicago Auto Show einen neuen Van namens Routan.

Auch das Cockpit stammt in der Grundform von Chrysler, ist jedoch von VW mit höherwertigen Materialien versehen worden und wirkt moderner als jenes des Grand Voyager. Der Einstieg in den Fond erfolgt über zwei elektrisch betätigte Schiebetüren. In der zweiten Reihe sorgen so genannte „Captain’s Chairs“ für hohen Sitzkomfort. Hinter der dritten Sitzreihe bietet der Routan über 1200 Liter Ladevolumen. Ist die dritte Sitzreihe weggeklappt, nimmt der Van bis zu 2300 Liter Gepäck auf. Die Heckklappe öffnet übrigens elektrisch. Auch Getränkehalter sind reichlich vorhanden: Serienmäßig besitzt der Routan dreizehn Stück – ob sich Kunden an dieser Unglückszahl stören werden, bleibt abzuwarten. Immerhin wird in zahlreichen Gebäuden in den USA die „unlucky 13“ als Raum- oder Etagennummer ausgelassen.