OLEDs für die Außenhaut von Autos
EDAG zeigt eine Studie, bei der OLED-Technik die Fahrzeughaut zum Bildschirm macht. So lässt sich die Fahrzeugbeleuchtung frei gestalten oder der nachfolgende Verkehr warnen
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Fulda, 23. Januar 2009 – Auf dem Automobilsalon in Genf (5. bis 15. März 2009) will der Entwicklungsdienstleister EDAG zeigen, wie er sich ein umweltverträgliches und zukunftsweisendes Fahrzeug vorstellt. Zwar hat das Unternehmen bisher nur Skizzen seiner Studie freigegeben, doch die Beschreibung macht neugierig auf die tatsächliche Umsetzung. Das „Light Car – Open Source“ soll eines der ersten Fahrzeuge sein, das die sogenannte OLED-Technik als variables Design- und Kommunikationselement nutzt.
Kontur der Scheinwerfer nach Wunsch gestalten
Beim Starten erwacht das schwarze „Light Car“ mit seiner gläsernen Karosserie zum Leben und offenbart bis dahin verborgene Talente. In den Glasscheiben zeichnen OLED-Leuchtkörper die Konturen der Front- und Heckscheinwerfer auf das Auto. Diese Formen kann der Fahrer nach eigenem Wunsch gestalten und so seinem Fahrzeug ein individuelles Aussehen verleihen. Auch bei der Gestaltung des Cockpits hat der Fahrer freie Hand. Ob der Drehzahlmesser in der Mitte oder die Anzeige der Klimasteuerung auf der rechten Seite erscheinen soll – die Armaturentafel kann frei nach Größe, Position und Stil der Anzeige konfiguriert werden. In der Praxis würde diese Freiheit natürlich an Grenzen stoßen, sei es aus rechtlichen und Sicherheitsgründen oder dem Wunsch eines Autoherstellers, sein „Corporate Design“ zu wahren.
OLEDs für die Außenhaut von Autos (3 Bilder)

Alles auf Rot: Das Licht wird von OLEDs erzeugt.
Großes Kino für den Hintermann
Die OLED-Technik macht die Heckklappe gewissermaßen zum Bildschirm für nachfolgende Autofahrer. So wird beispielweise über eine aufleuchtende Skala auf dem Heck angezeigt, wie stark der Fahrer bremst. Weitere Informationen wie ein nahendes Stauende oder der Sicherheitsabstand werden auf dem Heck angezeigt. Der Hintermann kann die Information sehen, ohne den Blick von der Straße zu nehmen. Voraussetzung hierfür ist natürlich eine Car-to-X-Kommunikation, die derartige Informationen bereitstellt.