Aston Martin lässt Lagonda als eigenständige Marke aufleben
Aston Martin gibt sich in Genf die Ehre, das Comeback von Lagonda zu verkünden. Zwanzig Jahre nachdem der letzte kantige "Aston Martin Lagonda" gebaut worden ist, soll sie künftig eine eigenständige Marke sein
- rhi
Genf (Schweiz), 4. März 2009 – Aston Martin gibt sich in Genf die Ehre, die Wiederauferstehung der Marke Lagonda zu verkünden. Zwanzig Jahre nachdem der letzte Wagen mit dieser Bezeichnung gebaut wurde, ist auf dem Automobil-Salon (Publikumstage: 5. bis 15. März) eine wenig dezent geratene Studie zu sehen. Anders als beim bislang letzten Modell, das "Aston Martin Lagonda" getauft worden war, wird das neue Modell unter eigenständigem Markenlogo angeboten.
Abgrenzung von Aston-Martin-Modellen
Unter dem Lagonda-Dach plant Aston Martin, alternative Antriebslösungen einzuführen. Diese stammen vom früheren Mutterkonzern Ford, der seine Mehrheitsanteile am britischen Traditionsunternehmen im März 2007 an zwei Investment-Firmen veräußerte. Hierzu zählen Flexfuel-Benziner, die mit mit Ethanol (E85) oder einem Ethanol-Benzin-Gemisch betrieben werden können, auch saubere Diesel und Hybridsysteme sind im Gespräch.
Aston Martin lässt Lagonda als eigenständige Marke aufleben (8 Bilder)

Auf dem Genfer Auto-Salon 2009 zeigt Aston Martin die Studie Lagonda Concept.
Neue Oberschichten im Visier
Einen ersten Vorgeschmack gibt in Genf die Studie "Lagonda Concept". Der optisch zwischen Limousine und SUV angesiedelte Viersitzer wird von Aston-Boss Ulrich Bez als "Luxusauto der Zukunft" definiert und soll dem Unternehmen neue Käuferkreise erschließen. Dabei steckt Bez die Claims klar ab: "Ein Aston Martin ist ein reiner Sportwagen, aber Lagonda ist etwas anderes, eine neue Marke für neue Märkte." Neben Kunden in Europa und Nordamerika soll Lagonda auch Käufer in Russland, Indien, China und dem Nahen Osten ansprechen.