Porsche Cayenne auf der Transsyberia Rallye 2008
Der Erfolg des letzten Jahres war nach dem Geschmack der sportlichen Schwaben: Für die 7200 Kilometer lange Transsyberia Rallye hat Porsche den neuen Cayenne S Transsyberia aufgelegt, der sich auf der Strecke von Moskau nach Ulan Bator bewähren soll
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Moskau (Russland)/Ulan Bator (Mongolei) – Für Freunde harter Offroadabenteuer gibt es Ersatz für die in diesem Jahr abgesagte Rallye Dakar: Die Transsyberia Rallye findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt und erhält durch den Wegfall der prominenten Wüsten-Rallye wohl unfreiwillig größere Bedeutung. Um medial nicht mit den olympischen Spielen in Peking (8. bis 24. August 2008) zu kollidieren, wurde der Termin jedoch auf den Zeitraum vom 11. bis 25. Juli vorverlegt. Auch Porsche findet Gefallen an der Strapaze und hat nun in Eigenregie einen neuen Cayenne S Transsyberia aufgelegt. In diesem stecken vor allen Dingen Weiterentwicklungen, die auf den Erfahrungen der letztjährigen Transsyberia beruhen.
Schwachstellen ausgemerzt
2007 war das Ergebnis der Transsyberia klar: Auf den ersten drei Plätzen standen Porsche Cayenne S Transsyberia. Ein riesiger Triumph für das Spezialmodell, der aber hart erkämpft war. Reihenweise gerissene Ölwannen und vor allen Dingen unzählige zerfetzte Reifen brachten Renn- und Service-Teams an die Grenzen ihrer Kräfte. Porsche hat jetzt mit der neuen Cayenne-S-Transsyberia-Generation ein überarbeitetes Modell im Angebot. Der Aluminium-Unterfahrschutz wurde verstärkt und neu geformt, was vor allen Dingen die Ölwanne noch besser schützen soll. Außerdem hat man sich in Zuffenhausen für eine vollkommen neue Bereifung entschieden: Offroad-Reifen von BFGoodrich der Dimension 265/65 R18 R treten mit groben Stollen und mit im Vergleich zum Vorjahr höheren und verstärkten Flanken an. Durch die Bereifung gewinnt der Cayenne-S-Transsyberia zudem drei Zentimeter an Bodenfreiheit, seine Höchstgeschwindigkeit ist auf 170 km/h begrenzt, was für Geländefahrten mehr als ausreichend sein sollte.
Porsche Cayenne auf der Transsyberia Rallye 2008 (11 Bilder)

Mit neuem Unterfahrschutz: Der Porsche Cayenne S Transsyberia 2008
Ruhiger unterwegs
Um den Böschungswinkel des Cayenne S Transsyberia zu vergrößern, wurden Front- und Heckverkleidung modifiziert, schließlich riss bei der letzten Ralley gerne mal eine Heckschürze ab. Auch in die Abstimmung des Luftfahrwerks flossen die Erfahrungen aus der letztjährigen Rallye ein, in der Sondergelände-Einstellung beträgt die Wattiefe jetzt 78 Zentimeter. Zudem müssen sich jetzt nicht mehr die Serienstoßdämpfer mit dem mongolischen Geröll abmühen. Sie wurden durch spezielle Rallye-Stoßdämpfer ersetzt. Laut Porsche liegt der Wagen so gerüstet deutlich ruhiger auf der Piste als noch das 07er-Modell. Zudem wurde das PDCC (Porsche Dynamic Chassis Control), was die Seitenneigung in Kurven erheblich reduziert, angepasst.