Protokoll-Dilemma: Warum die Autovernetzung nicht voran kommt
Autos sollen bald vernetzt fahren. Unsicher ist aber immer noch, mit welcher Technik. Die EU-Kommision favorisiert das ältere, WLAN-ähnliche Protokoll 802.11p.
- Dusan Zivadinovic
- Dr. Guido R. Hiertz
Wenn Forschung und Entwicklung zwei oder mehr Spezifikationen für dieselbe Anwendung hervorbringen, sind es Industrie und Verbraucher gewohnt, die Wahl zu haben – beispielsweise schreibt einem niemand vor, ob man sein Heim vernetzt, und wenn ja, ob per WLAN, Ethernet oder Glasfaser.
Das erwartet man auch bei der Autovernetzung. Es gibt viele Gründe, Autos zu vernetzen. Ein Hauptgrund liegt in der Verkehrslenkung zur Stauvermeidung, der andere darin, dass vernetzte Autos einander alarmieren können, etwa über Baustellen, Unfälle oder Glatteis. Geht ein Alarm ein, kann die Elektronik beispielsweise Bremsbereitschaft auslösen und so im optimalen Fall Unfälle vermeiden. Unterm Strich erhoffen sich Verfechter der Autovernetzung vor allem weniger Verkehrstote.
Die Industrie hat die Wahl zwischen zwei inkompatiblen Verfahren: 802.11p und C-V2X. Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) hat 2010 auf Grundlage des heute veralteten WLAN-Verfahrens 802.11a die 802.11p-Norm spezifiziert (auch pWLAN genannt).
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