ADAC legt Pannenstatistik 2007 vor
Schon im dritten Jahr in Folge stammen die zuverlässigsten Autotypen mehrheitlich aus Deutschland: Sie stellen sechs von acht Klassensiegern der ADAC-Pannenstatistik für 2007, die beiden übrigen Pannenzwerge baut Mitsubishi
- ssu
München, 16. April 2008 – Schon im dritten Jahr in Folge stammen die zuverlässigsten Autotypen mehrheitlich von deutschen Herstellern: Sie stellen sechs von acht Klassensiegern der Pannenstatistik für 2007, die der ADAC heute vorgelegt hat. Als einziger ausländischer Konzern stellt Mitsubishi Klassensieger, nämlich mit dem Colt in der „Kleinen Klasse“ und dem Space Star („Kleine Vans“). Damit konnte Mitsubishi etwas von dem „verlorengegangenen Terrain der Japaner“ in der Pannenstatistik zurückholen, so der ADAC. Je zwei Klassenbeste stellen BMW, Audi und Mercedes. Der BMW 1-er führt die „Untere Mittelklasse“ an, der X3 ist zuverlässigster „Geländewagen“, und bei Audi stehen A4 und A6 auf dem Siegertreppchen. Mercedes dagegen entschied mit dem SLK die „Sportwagenklasse“ für sich und teilt sich mit dem Audi A4 den ersten Platz in der „Mittelklasse“. Komplettiert wird die Siegerliste in der Klasse der „Großen Vans“ durch den VW Sharan.
Sorgenkinder
Die häufigsten Pannen hatten Fahrer der Mercedes-Vans Viano beziehungsweise Vito zu beklagen: Beim Baujahr 2002 entfielen 93,5 Pannen je 1000 zugelassene Fahrzeuge dieses Typs und Jahrgangs. Der Jahrgang 2003 fällt mit einem Verhältnis von 81,2 : 1000 ähnlich mies aus. Von frühzeitig einsetzenden Altersbeschwerden geplagt zeigt sich in der Mittelklasse der Renault Laguna (Baujahr 2002: 76,3:1000; 2003: 55,1:1000; 2004: 41,5:1000). In der Unteren Mittelklasse fallen sein Konzernbruder Mégane (Baujahr 2002: 67,4:1000; 2003: 50,0:1000) sowie der Fiat Stilo (2002: 62,9:1000; 2003 50,1:1000) negativ auf. Weitere statistische Details enthält unsere Bildergalerie.
ADAC legt Pannenstatistik 2007 vor (9 Bilder)

Die ADAC-Pannenstatistik gibt es seit 1978. (Foto: ADAC)
Elektrik als häufigste Pannenursache
Der häufigste Grund, warum Autos streiken, ist meist ein Defekt an der Batterie oder in der Elektrik. Vier von zehn Ausfällen haben hier ihre Ursache. An zweiter Stelle rangieren Schäden an der Zündanlage (12,7 Prozent). Regelrechte Motordefekte beenden in 7,8 Prozent der Fälle die Fahrt vorzeitig. Das ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (–0,1 Prozentpunkte). Dafür nahm der Ärger mit Rädern und Reifen zu: 7,1 Prozent (+0,4 Prozentpunkte). Im Ranking der Pannenursachen folgen Einspritzanlagen (6,8 Prozent), Kühlung/Heizung (5,8 Prozent), Getriebe/Kupplung (4,6 Prozent) und die Auspuffanlage (1,9 Prozent).