Philips verklagt Fitbit wegen Patentverletzungen
Philips hat den Fitnessband-Hersteller Fitbit vor einem US-Gericht in Massachusetts verklagt. Es geht um Patentverletzungen bei Wearables.
Nach Angaben von Philips hat Fitbit mit ihren Aktivitätstrackern vier ihrer Patente verletzt. Daher hat die US-Sparte des niederländischen Konzerns Philips Health Care Ende Juli vor einem Gericht in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts Klage eingereicht.
Die verletzten Patente betreffen laut Philips Techniken, die GPS und das Audiotraining abdecken. Andere beschreiben die Verbindung zwischen Wearables und Online-Angeboten sowie Sicherheitsmechanismen bei der Übertragung personenbezogener Daten. Die US-Patentnummern sind 6.013.007, 7.088.233, 8.277.377 und 6.976.958. Was genau Philips moniert, wurde nicht kommuniziert.
Fitbit soll nicht auf Philips reagiert haben
Das Problem mit den Patenten hängt unmittelbar mit den Actiwatch-Wearables von Philips zusammen, die direkt mit Fitnesstrackern von Fitbit und anderer Firmen konkurrieren. Philips habe seine patentierte Technik an viele Gesundheitsunternehmen lizenziert und behauptet nun, solche Rechte auch Fitbit angeboten zu haben. Fitbit habe aber nie darauf reagiert und auch auf Beschwerden der missbräuchlichen Nutzung nicht reagiert.
Immer wieder Patentverletzungen
Klagen wegen angeblicher oder tatsächlicher Patentverletzungen sind bei Wearables nicht weniger üblich als etwa bei Smartphones. Vor drei Jahren lagen Jawbone (nicht mehr am Markt) und Fitbit im Streit und verklagten sich gegenseitig. Anfang Februar wiederum entschied ein Patentgericht in Großbritannien in einem Streitfall zwischen Garmin und Philips, dass einige der von Philips gehaltenen Patente zum Zeitpunkt der Einreichung keine Schutzwirkung entfalten konnten, da diese Entwicklungen bereits offensichtlich gewesen seien. (mil)