Bayern-Ferrari: Novitec TuLesto

Die Firma hat sich darauf spezialisiert, Autos hochzupowern, die nicht mehr hochgepowert werden müssen: Novitec. Der bayerische Fahrzeugveredler stellt jetzt sein erstes eigenes Auto auf Semislicks

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  • gh
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Stetten, 23. April 2009 – Seit gut 20 Jahren veredelt Novitec italienische Autos, besonders gerne von Ferrari. Jetzt stellt der Tuner sein erstes „eigenes“ Auto auf die Beine, er könnte ohne Weiteres aus Maranello stammen. Vom TuLesto soll es nur 11 Exemplare geben.

Die TuLesto-Hülle besteht aus Karbon, getragen von einem Aluminium-Chassis. Die fließenden Formen des Wagens stammen vom italienischen Design-Studio Luca Serafini Stile aus Modena. Und dort ließ man sich augenscheinlich stark vom Ferrari F430 inspirieren. Für den nötigen Abtrieb sorgen ein Venturi-Tunnel im Fahrzeug-Boden, ein Diffusor am Heck und ein sich über das Dach ziehender Luft-Tunnel. Der TuLesto ist 4,62 Meter lang, 2,04 Meter breit und gerade mal 1,22 Meter hoch. Novitec macht zur Grundlage Fahrzeug-Grundlage zwar keine Angaben, aber die vermutete Basis, der Ferrari F430, ist kaum wiederzuerkennen. Hier leisten die Tuner saubere Umbau-Arbeit, vergleichbar mit Callaway. Diese amerikanischen Tuner modifizieren Corvette-Modelle so stark, dass sie auch nicht mehr als Corvette zu erkennen sind.

Bayern-Ferrari: Novitec TuLesto (10 Bilder)

Nur elf Wagen werden gebaut: Der Novitec TuLesto

Der massive Einsatz von Karbon und Aluminium drückt das Gewicht des TuLesto auf die bereits erwähnten 1260 kg. Angetrieben wird der exklusive Sportler von einem 4,4-Liter-V8 mit 777 PS, der in der Mitte des Fahrzeugs untergebracht ist – mit welcher Gewichtsverteilung der Wagen unterwegs ist, konnte uns Novitec auf Nachfrage nicht mitteilen. Und welcher Motor die Basis für das TuLesto Aggregat bildet, verrät man nicht, aber sehr wahrscheinlich handelt es sich hier um einen modifizierten F430-Motor. Mithilfe zweier Kompressoren wird die Leistung von 490 auf 777 PS gehoben. So muss eine TuLesto-Pferdestärke nur 1,62 kg Fahrzeug-Gewicht beschleunigen. Selbst ein Ferrari F430 Scuderia legt schon 2,45 kg auf ein PS. Allerdings gibt es Fahrzeuge, die den TuLesto locker deutlich unterbieten: Caterham RST-V8 (1,04), Ariel Atom 500 (0,89) und ein Caparo T1 Race Extreme lässt gerade mal 0,87 kg pro PS auf die Straße.