Knausern statt rasen: 25. Shell Eco-marathon in der Lausitz

Während die Formel-1-Boliden in Barcelona rund 70 l/100 km verballerten, drehte sich auf dem EuroSpeedway Lausitz am 10. Mai alles um Energieeffizienz. 197 Studenten-Teams aus 29 Ländern waren am Start

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  • ssu
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Klettwitz, 11. Mai 2009 – Zwei Rennen, zwei Welten: Während beim Formel-1-Rennen in Barcelona am 10. Mai durchschnittlich 70 Liter Krafstoff pro 100 Kilometer und Fahrzeug verbrannt wurden, drehte sich zur gleichen Zeit auf dem 1800 Kilometer weiter nordöstlich gelegenen EuroSpeedway Lausitz alles um Energieeffizienz. Beim 25. Shell Eco-marathon ging es nicht darum, als Erster ins Ziel zu kommen, sondern ein Fahrzeug an den Start zu bringen, das bei minimalem Verbrauch möglichst weit fährt. Die Bestenliste des Shell Eco-marathon führt seit dem Jahr 2005 ein Team der ETH Zürich an, das damals auf eine berechnete Streckenleistung von 3838 Kilometer kam.

Berechnet deshalb, weil die tatsächliche Renndistanz beim Eco-marathon deutlich kürzer ist. In der Lausitz mussten Teilnehmer der Prototyp-Gruppe lediglich 25 Kilometer (acht Runden auf dem EuroSpeedway) und Teilnehmer der UrbanConcept-Gruppe 22 Kilometer (sieben Runden) mit einer Mindestgeschwindigkeit von durchschnittlich 30 respektive 25 km/h zurücklegen (PDF-Datei). Und da die Fahrzeuge beim Eco-marathon zudem mit konventionellen Kraftstoffen (Diesel, Benzin, Flüssiggas) sowie alternativen Kraftstoffen (Solarenergie, Elektrizität, Gas to Liquid, Brennstoffzelle, Biokraftstoffe) angetrieben werden dürfen, gestaltet sich die Ermittlung des Siegers ziemlich kompliziert.

Knausern statt rasen: 25. Shell Eco-marathon in der Lausitz (3 Bilder)

Wurde mit einem Designpreis ausgezeichnet: Prototyp der "Fondazione Politecnico di Milano".