Der Frosch mit der Maske
Manche lieben die Corvette offen, andere so heimlich wie McDonalds-Esser, und sie richtig abzulehnen fällt irgendwie schwer – erst recht wenn sie so giftig daherkommt
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München, 19. Mai 2009 – Manche lieben sie offen, andere so heimlich wie McDonalds-Gourmands – und sie richtig abzulehnen fällt irgendwie schwer. Die Corvette Z06 ist ein lebender Saurier, unvernünftig und ziemlich unwiderstehlich. Die Sportwagen-Ikone wird bereits serienmäßig von einem 512 PS starken Siebenliter-V8 angetrieben. Angesichts des nicht mehr ganz zeitgemäßen Hubraums verwundert auch das Drehmoment von 637 Nm nicht. Doch es geht natürlich noch mehr, wie Tuner Karl Geiger aus München zeigt.
890 PS bei 6.100 Umdrehungen
Das Bi-Turbo-Powerpaket von Geiger beginnt mit einer Hubraumerweiterung von 7,0 auf 7,6 Liter. Außer den Modifikationen an Motorblock, Zylinderköpfen und Kurbeltrieb setzt der Tuner verstärkte Ventilfedern, Titan-Federteller, Sportnockenwellen sowie einen 100-mm-Luftmassenmesser ein, zudem werden Drosselklappen und der Ansaugtrakt bearbeitet. Das Doppelherz des umgebauten Motors besteht aus den beiden Turboladern, die für deutlich mehr Füllung sorgen.
Der Frosch mit der Maske (12 Bilder)

Frosch mit Maske: Die Corvette Z06 von Tuner Geiger
Spitze: 354 km/h
Das Datenblatt des 190.000 Euro teuren Sportwagens weist 890 PS bei 6100 Touren sowie 944 Nm bei 4500 U/min aus, angesichts des Hubraums nicht einmal übermäßig viel, für sich betrachtet gewaltig. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 354 km/h. Um diese Kraft irgendwie auf die Straße bringen zu können, wurden ein verstärktes Getriebe sowie eine Zweischeiben-Karbonkupplung in Verbindung mit einer Karbon-Kardanwelle verbaut. Auch Antriebswellen und Differenzial sind nun verstärkt.