Anti-Schleuder-System ESP kann Leben retten

Das Anti-Schleuder-System ESP kann jeden fünften tödlichen Unfall verhindern. Dennoch ist das Stabilitätsprogramm noch längst nicht überall Standard. Eine Untersuchung zeigt Licht und Schatten in Europa

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Rom (Italien) / München, 8. Mai 2007 – Das Anti-Schleuder-System ESP kann jeden fünften tödlichen Verkehrsunfall verhindern. Dennoch ist das Sicherheitssystem in Europa noch längst nicht flächendeckend eingeführt. Dies ergaben Untersuchungen des EuroNCAP-Gremiums, die nun in Rom vorgestellt wurden. Die europäische Organisation EuroNCAP (European New Car Assessment Programme) bringt europäische Verkehrsministerien und Automobilclubs an einem Tisch zusammen und wurde vor allem durch die gleichnamigen Crashtests bekannt.

ESP kam vor etwa zehn Jahren auf den Markt, wobei die Mercedes S-Klasse den Vorreiter spielte. Mithilfe von Sensoren erkennt das System rechtzeitig, wenn ein Fahrzeug ins Schleudern kommt. In Sekundenbruchteilen bremst die elektronische Steuereinheit einzelne Räder ab. Dadurch wird sowohl dem Übersteuern wie dem Untersteuern des Fahrzeugs entgegengewirkt. Das ESP vergleicht permanent den am Lenkwinkel erkennbaren Fahrerwunsch mit dem Fahrzustand. Motormanagement, die ABS-Drehzahlsensoren und ein so genannter Gierratensensor liefern den Input für den Fahrzustand. Wenn eine wesentliche Abweichung des Fahrzustandes vom Fahrerwunsch festgestellt wird, greift das System ein. Ein Übersteuern wird durch Abbremsen des kurvenäußeren Vorderrades, ein Untersteuern hingegen durch Abbremsung des kurveninneren Hinterrades korrigiert. Zusätzlich kann ESP auch die Motorleistung drosseln, um die Fahrzeuggeschwindigkeit zu verringern.

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Bei den meisten Kleinst- und Kleinwagen gibt es ESP nur gegen Aufpreis (Bild: VW Fox)