Nissan: GPS-Handys schützen Fußgänger vor Unfällen

In jüngster Zeit wird von der Autoindustrie einiges getan, um Fußgänger besser vor Verletzungen zu schützen. Nissan geht einen Schritt weiter und arbeitet an einer Technik, um Unfälle grundsätzlich zu vermeiden

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Von
  • mh
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Neuss, 16. Mai 2007 – In jüngster Zeit hat die Autoindustrie einiges getan, um den Fußgängerschutz von Pkw zu optimieren. Unter anderem die bei vielen Fahrzeugen vergrößerten Knautschzonen unter der Motorhaube sollen die Verletzungsschwere bei Fußgängern mindern. Doch trotz dieser lobenswerten Bemühungen: Am besten wäre es natürlich, Unfälle zwischen Fahrzeugen und Passanten grundsätzlich zu vermeiden. Wie Nissan jüngst mitteilte, arbeitet der japanische Autobauer in seiner Heimat derzeit an einem Telematik-System, das in Kommunikation mit GPS-Handys solche Unfälle grundsätzlich verhindern könnte.

GPS macht es möglich
Bei dieser Präventiv-Technik von Nissan handelt es sich um eine zusätzliche Funktion des Leit- und Verkehrssystems ITS (Intelligent Transportation System). Die Ingenieure des Automobilherstellers binden dafür Mobiltelefone der Fußgänger in dieses System ein. Indem das Handy Positionsdaten des Trägers an Fahrzeuge in unmittelbarer Umgebung übermittelt, sollen Passanten auch in unübersichtlichen Situationen sichtbar gemacht werden. Hierzu nutzt Nissan neue Funktionen der jüngsten Mobilfunkgeneration. Denn das japanische Pendant des UMTS-Netzes verarbeitet bereits heute standardmäßig Signale des satellitengestützten Global Positioning Systems GPS.

Kollision im Voraus berechnen
Mit den GPS-Daten lassen sich die Position eines Fußgängers mit Handy sowie seine Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung ermitteln. Werden diese Daten dann an das ITS-System eines Automobils übertragen, kann die Entfernung beider Quellen voneinander errechnet werden und somit der Fahrer vor einer drohenden Kollision gewarnt werden. So könnte nach Ansicht von Nissan dem Fahrer ausreichend Zeit bleiben, sich auf die potenzielle Gefahrensituation einzustellen. Wenn sich zum Beispiel Personen im toten Winkel der Rückspiegel befinden, könnte die neue Funktion vor einem Unfall warnen.