Telekom-Anleger zeigt Deutsche Bank wegen Betrugs an
Der umstrittene Verkauf von 44 Millionen Telekom-Aktien durch die Deutsche Bank bekommt eventuell ein gerichtliches Nachspiel.
Der umstrittene Verkauf von 44 Millionen Telekom-Aktien durch die Deutsche Bank bekommt eventuell ein gerichtliches Nachspiel. Ein Anleger stellte nach dem Kurssturz der T-Aktie Strafanzeige wegen Betrugs gegen die Bank bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main, sagte sein Rechtsanwalt Hans-Joachim Wiebe am heutigen Dienstag in Hannover der dpa. Sein Mandant habe am 6. August wegen der entsprechenden Bankempfehlung Telekom-Aktien gekauft und fühle sich getäuscht.
"Es würde mich doch sehr wundern, wenn die Deutsche Bank am Tag ihrer Kaufempfehlung nichts von der geplanten eigenen Verkaufsaktion gewusst hat", meinte der Anwalt. Es werde weniger im Interesse der Anleger gehandelt, sondern im Interesse der Großkunden. Zu den Aussichten eines Verfahrens wollte Wiebe sich nicht äußern. Zunächst müsse die Staatsanwaltschaft die Anzeige prüfen. Es sei aber wichtig, den Banken zu zeigen, "dass man nicht alles machen kann".
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt konnte den Eingang einer Strafanzeige auf Anfrage zunächst nicht bestätigen. Über die Anzeige hatte die Online-Ausgabe des Anleger-Magazins "Telebörse" berichtet. (jk)