Online-Fahrsimulator zeigt Fußgängerunfall-Risiko

Die britische „Royal Society for the Prevention of Accidents“ (RoSPA) stellt im Internet einen Fahrsimulator zur Verfügung, der die Anhaltewege bei Regen, Alkohol am Steuer, zu hoher Geschwindigkeit oder bei Benutzung des Mobiltelefons demonstriert.

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Von
  • Gernot Goppelt
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Die britische „Royal Society for the Prevention of Accidents“ (RoSPA) stellt im Internet einen Fahrsimulator zur Verfügung, der die Anhaltewege bei Regen, Alkohol am Steuer, zu hoher Geschwindigkeit oder bei Benutzung des Mobiltelefons demonstriert.

Simulation mit ernstem Hintergrund
Es wirkt wie ein Computerspiel, hat aber einen ernsten Hintergrund: In dem Online-Fahrsimulator können Sie zunächst eine Geschwindigkeit zwischen 20 und 45 mph (miles per hour, etwa 32 bis 72 km/h) einstellen und dann Rahmenbedingungen wie „betrunken“, „Mobiltelefon“ oder „Regen“ auswählen. Die Simulation zeigt die Fahrt auf einer Straße mit parkenden Autos aus Perspektive des Fahrers. Plötzlich springt ein Ball hinter einem Auto hervor, ein Junge hinterher, und je nach Einstellung des Simulators kommt es zum Unfall.

Online-Fahrsimulator zeigt Fußgängerunfall-Risiko (4 Bilder)

35 Meilen, ein Wein und ein Bier, was soll da schon passieren? (Bild: RoSPA)

Nicht nur für Fahranfänger
Es ist nichts Neues, dass die meisten Personenunfälle dieser Art im Stadtverkehr passieren und dass Alkohol, Telefonieren und schlechtes Wetter das Risiko erhöhen. Der Simulator ist dennoch ein interessanter Weg, auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Um ein Beispiel zu nennen: Bei Einstellung auf 30 mph kommt der Wagen rechtzeitig zum Stehen, der „Reaktionsweg“ von 9 Meter plus 14 Meter Bremsweg reichen aus, um einen Unfall zu vermeiden. Beim Telefonieren wächst der Reaktionsweg auf 19 Meter, betrunken sind es in der Simulation 15 Meter. Bei Regen wiederum verlängert sich der Bremsweg bereits bei dieser niedrigen Geschwindigkeit auf 18 Meter.