Eberhard vs. Musk: Tesla droht Schlammschlacht vor Gericht
Der Gründer des Elektrofahrzeugherstellers Tesla Motors hat den derzeitigen CEO des Unternehmens, Elon Musk, verklagt. Die Vorwürfe lauten unter anderem auf Verleumdung, Rufmord, Vertragsbruch sowie Nichtauszahlung von Anteilen und Gehältern
- ssu
San Mateo (Kalifornien/USA), 11. Juni 2009 – Der kalifornische Ingenieur und Gründer des Elektrofahrzeugherstellers Tesla Motors, Martin Eberhard, hat den derzeitigen CEO des Unternehmens, Elon Musk, verklagt. In der beim Superior Court of California (County of San Mateo) eingereichten Klageschrift wirft Eberhard dem früheren PayPal-Großaktionär Musk unter anderem Verleumdung, Rufmord, Vertragsbruch, Verletzung von Sorgfaltspflichten sowie Nichtauszahlung von Anteilen und Gehältern vor.
Jetziger CEO machte ein Vermögen mit PayPal
Eberhard hatte Tesla Motors im Jahr 2002 gemeinsam mit Marc Tarpenning gegründet; im Januar 2003 wurde die Firma dann als Corporation registriert. Als Geldgeber konnten die beiden kurze Zeit später unter anderem Elon Musk gewinnen, der über einen dreistelligen Millionenbetrag aus dem Verkauf des Online-Bezahldienstes PayPal an eBay verfügte. Musk investierte den Angaben zufolge über 30 Millionen US-Dollar in das Unternehmen und bekam einen Platz im Aufsichtsrat.
Eberhard vs. Musk: Tesla droht Schlammschlacht vor Gericht (2 Bilder)

Der Roadster ist die erste und bislang einzige lieferbare Modellreihe von Tesla.
Ab diesem Zeitpunkt habe Musk dann daran gearbeitet, die vollständige Kontrolle über das Unternehmen zu erlangen und sich selbst eine Legende als Gründer und Visionär von Tesla Motors zuzulegen, heißt es in der 146 Seiten (PDF-Datei) umfassenden Klageschrift. Der eigentliche Tesla-Motors-Visionär Eberhard sei von Musk nach einer Serie von Maßnahmen, die das Unternehmen nicht nur im Zeitplan zurückgeworfen sondern es auch finanziell gefährdet hätten, Ende 2007 schließlich ganz aus der Firma gedrängt worden.