Der neue Opel Astra aus der Nähe betrachtet
Das Rätselraten um neue Opel-Eigner geht weiter, doch beim Design kommt eine klare Ansage aus Rüsselsheim. Der neue Kompakte weist sowohl Parallelen zum Insignia als auch eigenständige Züge auf
- Gregor Hebermehl
- rhi
Rüsselsheim, 18. Juni 2009 – Einmal den ewigen Rivalen VW Golf überholen – diesen Traum haben inzwischen Generationen von Opelanern. An Länge ist die neue Astra-Generation, die im Herbst auf den Markt kommt, dem Wolfsburger in jedem Fall voraus. Und in Sachen Design weist der kommende Astra I eine deutliche Familienähnlichkeit mit den Insignia auf, der sich vom Start weg zum Verkaufsrenner entwickelt. Grund genug, sich seinen kleinen Bruder näher anzusehen.
Harmonie mit Fuge
Der erste Eindruck beim Betrachten des Kompakten: Opel hat den Insignia geschrumpft. Sicherlich kein schlechtes Zeichen, wobei der Begriff "kompakt" beim neuen Astra zu relativieren ist, denn das Fahrzeug ist immerhin 4,42 Meter lang. Design-Chef Mark Adams gibt unumwunden zu, dass der große Bruder als Vorbild diente: "Wir haben das Werk fortgesetzt, das wir mit dem Insignia begonnen haben. Man kann sich Astra und Insignia als Teile einer Familie mit den gleichen Genen vorstellen." Die Front des neuen Rüsselsheimer Hoffnungsträgers kommt recht abgerundet daher, gestört wird das Bild aber von einer extrem nach oben gerutschten Fuge. Dass die Motorhaube derart früh vor der Wagen-Front endet, hat laut Opel versicherungstechnische Gründe: Bei kleineren Unfällen wächst so die Chance, dass die Haube heil bleibt und sich entsprechend die Reparaturkosten in Grenzen halten. Dem Aussehen schadet diese Maßnahme allerdings.
Der neue Opel Astra aus der Nähe betrachtet (20 Bilder)

Hoffnungsträger: Mit dynamischer Optik will der neue Astra an die Spitze fahren.
Klassische Seitenblinker
An der Frontpartie setzt der Astra zudem auf weniger Chrom als beim Insignia. Der Kühlergrill ist flach und trapezförmig und wird vom neuen, großen Opel-Blitz dominiert. Die Blinker sitzen in separaten, chromverzierten Gehäusen etwas nach hinten verlagert im vorderen Stoßfänger. Klassisch wurde bei den Seitenblinkern verfahren: Sie sitzen nicht modisch in den Außenspiegeln, sondern in den vorderen Kotflügeln.