Mercedes zeigt zukünftige Fahrerassistenzsysteme
Vom ersten Auto mit Knautschzone bis zum PreSafe-Sicherheitssystem mit Radarsensoren war es ein weiter Weg. Doch der Fortschritt ist nicht aufzuhalten. In Zukunft könnte das Auto zum Beispiel querschießende Radfahrer erkennen
- sl
Friedrichshafen, 3. Juli 2007 – Jährlich sterben über eine Million Menschen weltweit an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Bei uns in Deutschland sind es nur 5000, viel weniger als in den 70er- und 80er-Jahren, als jährlich bis zu 20.000 Verkehrstote zu beklagen waren. Der Rückgang bei den Unfallopfern ist zum großen Teil den Verbesserungen bei der aktiven und passiven Sicherheit zu verdanken. Mercedes optimiert seine Autos aber nicht nur aus reiner Menschenliebe: Mehr Sicherheit hilft auch dem Image und bei den Verkaufszahlen. Bei Mercedes-Kunden ist die Sicherheit das wichtigste Kaufkriterium – noch vor den Fahreigenschaften, dem Preis oder dem Design. Die Stuttgarter stellten nun ihre Sicherheitstechnik vor – vom bereits verfügbaren System bis zur fernen Zukunftsvision. Wir konnten etliche Systeme auch praktisch erproben.
Von der Kopfstütze zum ESP
Schon Ende der 50er-Jahre begann Sicherheitstechnik in die Autos einzuziehen. Bereits 1959 experimentierte man bei Mercedes mit der Knautschzone und führte erste Crashtests durch. In den 70er-Jahren brachte die Einführung von Kopfstützen und ABS Fortschritte. Im folgenden Jahrzehnt kamen Airbags und Gurtstraffer hinzu. In den 90ern wurden adaptive Frontairbags, Kopf- und Seitenairbags, Bremsassistenten, Gurtkraftbegrenzer und vor allem ESP eingeführt. Das Antischleuder-System half besonders viel bei der Verhinderung tödlicher Verkehrsunfälle. Doch bei Klein- und Kleinstwagen sind bis heute nur wenige Autos damit ausgestattet – ein Sicherheitsmanko gerade bei Fahrzeugen, die oft von jungen oder wenig erfahrenen Fahrern gelenkt werden. Insgesamt sind immerhin schon etwa 70 Prozent der in Deutschland neu zugelassenen Autos mit dem Antischleudersystem ausgestattet, in Europa sind es nur 42 Prozent. Auch der Bremsassistent ist noch nicht selbstverständlich: Hier beträgt die Ausstattungsquote nur 40 Prozent.
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