Smart Diesel leistet künftig 9 PS mehr

Der Diesel-betriebene Smart gilt mit einem Ausstoß von 88 Gramm CO2 pro Kilometer als CO2-Weltmeister in der Riege der Verbrennungsmotor-Fahrzeuge. Das bleibt er auch - obwohl seine Leistung steigt

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  • ssu
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Stuttgart, 23. Juli 2009 – Smart schickt seinen Selbstzünder mit neun Pferdchen mehr unter der Haube ins Modelljahr 2010. Dennoch bleiben Normverbrauch und CO2-Ausstoß (88 g/km) dem Hersteller zufolge unverändert und dem Winzling damit seine Position als "CO2-Champion" unter den Verbrennungsmotor-Fahrzeugen erhalten.

Der überarbeitete Dieselmotor des Smart Fortwo leistet jetzt 54 statt 45 PS – also 21 Prozent mehr als bisher. Das Drehmoment wächst von 110 auf 130 Nm, was einer Steigerung um 18 Prozent entspricht. Bemerkbar macht sich das beim Sprintwert von 0 auf 100 km/h: Die Uhr stoppt jetzt bei 16,8 statt bisher bei 19,8 Sekunden. Das ist zwar immer noch recht gemächlich, aber eine Verkürzung um drei Sekunden sind beim Spurt auf 100 km/h Welten. Der Spritverbrauch von durchschnittlich 3,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer bleibt laut Hersteller auf die Kommastelle genau erhalten.

Smart Diesel leistet künftig 9 PS mehr (7 Bilder)

Auch als Cabrio unterwegs: Der Smart Fortwo CDI - jetzt mit besseren Leistungswerten

Die 21-prozentige Leistungssteigerung des Dreizylinders geht Daimler zufolge im wesentlichen auf den Einsatz geänderter Kolben in Verbindung mit angepassten Einspritz- und Ladedruckparametern zurück. Dank des gestiegenen Drehmoments konnten außerdem der dritte und vierte Gang um 10 beziehungsweise 11 Prozent länger übersetzt und die Schaltpunkte im Automatikprogramm abgesenkt werden. Dadurch sinke das Drehzahlniveau in besonders häufig genutzten Geschwindigkeitsbereichen, was sich positiv auf Kraftstoffverbrauch und Geräuschniveau des Hecktrieblers auswirke. Der Smart Fortwo cdi ist mit einem geschlossenen Dieselpartikelfilter ausgerüstet und unterbietet jetzt die Grenzwerte der Euro-5-Norm. Diejenigen, die den Smart bisher für ein kleines Ferkel hielten, durften übrigens schon seit Anfang März aufatmen – seitdem ist der geschlossene Rußfilter verbaut. Trotz allem darf man gespannt sein, wie der geschlossene Filter mit viel Stadtverkehr klarkommt, denn das ist schließlich die Domäne des Kleinen.