Anti-Bleifuß-Trainer: Nissan Eco Pedal
Das System ermittelt laufend die für den Verbrauch optimale Beschleunigungsrate. Will der Fahrer mehr Gas geben als nötig, baut sich im Pedal ein Widerstand auf. Das Eco Pedal soll 2009 in Serie gehen
- rhi
Tokio (Japan), 7. August 2008 – Angesichts der hohen Kraftstoffkosten haben Spritsparsysteme Konjunktur. Das bisherige Repertoire der Hersteller umfasst aerodynamische Optimierungen, Leichtlaufreifen und lang übersetzte Getriebe ebenso wie die Start-Stopp-Funktion für den Motor. Doch schien gegen den berüchtigten "Bleifuß" kein Kraut gewachsen zu sein, wer richtig "heizt" bekommt auch den Tank eines Eco-Pkw schnell leer. Nissan will das Übel an der Wurzel packen und stellt mit dem "Eco Pedal" ein widerspenstiges Gaspedal vor.
Widerstand unterm Fuß
Hinter dem "Eco Pedal" verbirgt sich ein elektronisches Fahrerassistenzsystem: Ist die Technik aktiviert und der Fahrer tritt exzessiv auf das Gaspedal, greift ein Kontrollmechanismus ein. Das System ermittelt aus den Parametern momentaner Spritverbauch und Effizienz der Kraftübertragung die jeweils optimale Beschleunigungsrate. Bei schlechtem Untergrund oder am Berg gestattet das System entsprechend mehr Gas zu geben als auf einer griffigen Flachstrecke. Will der Fahrer stärker beschleunigen als das System für angemessen hält, wird im Pedal ein Gegendruck spürbar.
Anti-Bleifuß-Trainer: Nissan Eco Pedal (5 Bilder)

Nissan setzt in Sachen Verbrauchsoptimierung auf das "Eco Pedal".
Anzeige im Cockpit
Außerdem weist im Armaturenbrett eine Anzeige auf die empfohlene Fahrweise hin. Der Idealzustand wird durch eine grüne Lampe angezeigt, setzt sich der Bleifuß gegen das Portemonnaie durch, beginnt sie zu blinken und wechselt ihre Farbe schließlich zu gelb. Das Eco-Pedal-System ist abschaltbar. Nissan verspricht sich von der Technik, die ab 2009 in Serie gehen soll, Verbrauchsvorteile zwischen fünf und zehn Prozent.